Welt bereisen Das Reiseblog des Ökumenischen Heiligenlexikons

Reiseberichte - Seite 3

Zu Märtyrern in die Berge

   J. Schäfer         

Donnerstag, 21. Mai

Frómista ist heute mein Ziel - wegen der Post und weil Petrus Gonzáles dort geboren wurde - der Heilige der Seeleute stammt aus der wasserarmen Provinz. Die große Kirche San Pedro bewahrt sein Andenken …

Jakobspilger

   J. Schäfer         

Samstag, 9. Mai

In der Bucht am Campingplatz nutzen viele Einheimische die Ebbe, um etwas im Wasser zu sammeln - vermutlich Krabben, jedenfalls sind sie stundenlang damit beschäftigt, halb im kalten Wasser stehend.

Berge und Atlantik

   J. Schäfer         

Samstag, 2. Mai

Für heute hatte der Wetterbericht Trockenheit versprochen; ich fahre deshalb ins Landesinnere nach Amarante, wo Gundisalvus Amaranthus lebte - und fahre durch Regen, ja teilweise Nebel. Amarante empfängt mich dann doch mit etwas Sonne - wenn sie durchkommt, ist es auch gleich warm. An der Stelle von Gundisalvus' Einsiedelei wurde ein Dominikanerkloster gegründet, daneben ist heute großer Markt mit vielen Leuten und Amarante ein nettes Provinzstädtchen - na also!

Feiertage im Regen

   J. Schäfer         

Freitag, 24. April bis Sonntag, 26. April

Das Wetter ist leider wieder schlecht. Die lange Fahrt durch die Berge kann deren Schönheit nicht zeigen, tiefe Wolken und teilweise Nebel verhindern den Genuss.
Das Kloster in Cernache do Bonjardim wurde im 18. Jahrhundert als Ausbildungsstätte für Missionare in den portugiesischen Kolonien errichtet.

Sonntag in Fátima

   J. Schäfer         

Samstag, 18. April

Nicht fehlen darf bei einem Lissabon-Besuch der Turm von Bélem, Anfang des 16. Jahrhunderts gebaut zur Verteidigung an der Tejo-Mündung und nicht dem Erdbeben zum Opfer gefallen, weil der weit westlich gelegene Stadtteil verschont blieb. Vor dem Erdbeben stand er ganz im Wasser, hier hob sich das Land und er kam am neuen Ufer zu Stehen.

In die Hauptstadt

   J. Schäfer         

Dienstag, 14. April

Ich fahre nocheinmal in die Extremadura nach Spanien zurüch, ins Kloster El Palancar nahe Pedroso de Acim, wo Petrus von Alcántara lebte und eine Reform des Franziskanerordens vertrat. Ein sehr netter Franziskaner führt mich und drei Spanierinnen - auf Spanisch, so dass ich wenig verstand, aber immerhin das Wesentliche.
Ans Spanische habe ich mich inzwischen etwas gewöhnt - hier im Süden ist es wesentlich besser zu verstehen als letztes Jahr im Norden, wo die Berge und das Kastilische offenbar einen rauen Dialekt erzeugen. Erstaunlich ist, wie anders das Portugiesische klingt. Noch in Spanien hörte ich erstmals einen portugiesischen Radiosender und dachte, es sei Holländisch - das hört man hier ja ständig. Portugiesisch wird im Rachen gesprochen, ist wenig melodiös. Als ich erstmals einen Portugiesen nach einer Kirche fragte - portugiesisch geschrieben igreja, das ist leicht, aber gesprochen ichrescha - verstand er mich nicht.

Durch die Provinz

   J. Schäfer         

Montag, 6. April

Am Morgen fahre ich nach einer Nacht nahe des Santuario Virgen de la Cabeza durch die Berge wieder zurück; die Schilder warnen vor Luchsen, ich sehe leider keinen.

Palmsonntag in Córdoba

   J. Schäfer         

Sonntag, 29. März bis Montag, 30. März

Es ist Palmsonntag, die Semana Santa und damit die Prozessionen beginnen; ich gehe in der Altstadt mit den strömenden Menschemassen und komme so zur Prozessionsstrecke an der Kirche Kirche S. Lorenzo. Das (lokale) Fernsehen ist auch schon da, dazu die staatliche und die kommunale Polizei sowie das Amt für Umweltschutz - also alles, was man an Ordnungsmacht aufbieten kann.

Rund um Sevilla

   J. Schäfer         

Freitag, 20. März

In Bornos bin ich, weil Gerald von Braga hier starb. Das Rathaus fotografiere ich, weil das Schild zeigt, dass selbst in der tiefsten spanischen Provinz öffentliches Internet selbstverständlich ist. In good old Germany, dem Land der herausragenden Technologie, hat unsere Regierung jetzt das Gesetz vorgelegt, das sie zur Erleichterung des Zugangs lange versprochen hat; Ergebnis: die Router müssen weiterhin geschützt bleiben, Zugang gibt es nur gegen Identifizierung der Nutzer - in der Praxis also weiterhin praktisch nicht. Entsprechend hat der High-Tech-Standort Stuttgart seine schon für 2014 versprochenen - wenigen - öffentlichen Zugangspunkte noch immer nicht eingerichtet, wird es auch bis Sommer 2015 nicht schaffen; Projektpartner der Stadt ist der bekanntermaßen wohl Serviceschlechteste, Kabel BW. Ein Land macht sich zum Affen, aber predigt anderen, wie man Wirtschaft machen müsste …

... wie in England

   J. Schäfer         

Mittwoch, 11. März

Am Morgen muss ich vor dem Abschied aus Ronda natürlich noch das Foto der berühmten Brücke machen: die Mauren hatten ihre Stadt auf dem rechten Felsen errichtet, später wurde sie auf den linken erweitert und beide Teile mit der Brücke über die mehr als 100 m tiefe Schlucht verbunden.
Warum ich das alles jetzt zum zweiten Mal schreibe: dazu später mehr.

Von den Schnee- zu den Nebelbergen

   J. Schäfer         

Dienstag, 2. März bis Montag, 9. März

Nicht fehlen darf in Granada natürlich das Denkmal für Isabel die katholische und ihren Mann Ferdinand II., denen 1492 die Eroberung der Stadt und damit die Beendigung der Maurenherrschaft in Spanien gelang.

Wildwest im Schweizerischen Kappadokien

   J. Schäfer         

Donnerstag, 26. Februar

Die Temperaturen sind frühsommerlich, der Wetterbericht ist gut, nach fast vier Wochen wird es Zeit, das Altersheim zu verlassen. Mein erstes Zeil ist Motril, wo Deogracias Palacios del Rio de San Agustín und Gefährten als Märtyrer des Bürgerkrieges starben. Vor deren Kloster werden die Orangenbäume geschnitten, die reifen Früchte kullern unbeachtet die Straße hinab.

Der Sonne entgegen ...

   J. Schäfer         

Montag, 26. Januar, bis Samstag, 31. Januar

Tatsächlich: am 26. Januar konnte ich losfahren, früh am Morgen, in Nässe und Kälte - kein Abschiedsschmerz! Zwischen Alb und Schwarzwald dickes Schneetreiben, die Autobahn weiß, 60 km/h, kein Vergnügen. Aber doch (fast) rechtzeitig kurz nach 12 Uhr bei meiner Tante am Genfer See angekommen zu einem leckeren Mittagessen. Am Nachmittag und Abend hat es auch dort kräftig geschneit, wir hatten Zeit für Gespräche über Vergangenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges, Familie, Welt und Gott sowie ein - sehr gutes - Glas Wein.