Welt bereisen Das Reiseblog des Ökumenischen Heiligenlexikons

Reiseberichte - Seite 2

Kalabrien

   J. Schäfer         

Freitag, 1. April, bis Samstag, 9. April

Auf der Fahrt zur Fähre Richtung Festland gibt's ein letztes Ziel auf Sizilien, die Sarazenische Höhlen bei Rometta, in denen wohl Leo von Catania eine Zeit lang im Exil lebte.

Einmal rund um Sizilien

   J. Schäfer         

Donnerstag, 24. März bis Donnerstag, 31. März

Meine Rundreise, die ja schon vor zwei Jahren nach der Rückkehr aus Tunesien geplant war, beginnt mit einer Überraschung: Benzin und Diesel sind deutlich billiger geworden. Nachdem Diesel wegen des Ukraine-Krieges rund 2,25 € gekostet, hat, tanke ich heute für 1,85 €. Der italienische Staat hat gestern beschlossen, den Sprit mit 30,5 Cent pro Liter zu subventionieren, er will das bezahlen v. a. mit einer Sondersteuer auf die Extragewinne der Mineralöl-Gesellschaften. Und die sind offenbar so erschrocken, dass sie gleich noch von sich aus 10 Cent daraufgelegt haben. So geht Politik, Herr Lindner!
Mein erstes Ziel ist Mazara del Vallo, wo für Vitus (Veit) die - geschlossene - Kirche San Vito in Urbe erbaut wurde, ich aber in der Umgebung schöne Malereien entdecke.

Krieg

   J. Schäfer         

Montag, 14. März, bis Mittwoch, 23. März

Elf Tage war ich nun zur Arbeit auf dem guten Campingplatz Alessandra in Torrenova; leider ist heute der erste Tag mit angenehmen Temperaturen, bislang war's zuhause immer wärmer.

Seit nun einem Monat ist Krieg in Europa - der zweite Angriffskrieg seit 1945. Alles - für beide Seiten!, einschließlich Deutschland - Nötige und Richtige haben Reinhard Mey & Freunde schon vor eineinhalb Jahren gesungen: Nein, meine Söhne geb' ich nicht

Reinhard Mey & Freunde: Nein, meine Söhne geb' ich nicht

Sardinien, die Vielfältige

   J. Schäfer         

Montag, 7. März, bis Sonntag, 13. März

Die Fahrt durch die Berge - kurvenreich wäre untertrieben, sie besteht nur aus Kurven - führt mich nach Loceri zur Bacchus geweihten Kirche.
In Madas sehe ich am Bahnhof Schienenfahrzeuge der Trenini verde. Diese Schmalspurbahnen mit den grünen Züglein erschlossen mit 630 km Strecken manche Teile der Insel, heute werden sie durch Omnibusse ersetzt, einige Teilstrecken durch die Berge sind im Sommer für Touristen noch in Betrieb …

Sardinien, die Wilde

   J. Schäfer         

Sonntag, 27. Februar, bis Sonntag, 6. März

Nach dem üblichen Besuch in Aigle war die Fahrt zum Hafen in Livorno eine angenehme Tagesreise bei schönstem Frühlingswetter und die nächtliche Überfahrt mit der Fähre nach Olbia gut für erholsamen Schlaf - allerdings mit frühem Aufstehen schon um 5.30 Uhr. Sardinien empfing mich mit strahlendem Sonnenschein und Wärme.

Niederrhein und Ruhrgebiet

   J. Schäfer         

Sonntag, 20. Februar, bis Mittwoch, 23. Februar

Anlässlich eines Besuchs bei der Familie meines Sohnes und dem 1. Geburtstag meines Enkels in Köln besuche ich Ziele am Niederrhein und im Ruhrgebiet; einer der Höhepunkte: der Marien-Wallfahrtsort Kevelaer, im Bild die Kerzenkapelle.

Gegenüber von Hendrina Josepha Stenmanns Geburtshaus in Issum: Kamele!

Eindrücklich neben anderem auch die von Ludger von Münster gegründete Abteikirche St. Ludgerus in Essen-Werden; das Kloster leitete später Hildegrim, in der Kirche gibt es Reliquien von Emma von Lesum und Felicitas.

Gefahren bin ich in diesen fünf Tagen - außer der Hin- und Rückreise nach Köln - 657 km und habe 239 Fotos gemacht, davon kamen 30 ins Heiligenlexikon.

Tracks
Rupelrath und Geldern gibt's nicht
Bottrop

Logbuch Reiselogbuch 2022-1

geschrieben vom 19. bis 21. März 2022

Im Westen von Oberitalien

   J. Schäfer         

Samstag, 16. Oktober, bis Montag, 1. November

Auf dem schönen Campingplatz Smeraldo in Dormeletto am Lago Maggiore beginnt nun die Arbeitsphase mit den umfangreichen Ergebnissen aus Mailand. Nach vier Tagen drängt die Unternehmenslust zur Fahrt zu einigen Zielen rund um den See; aber weitere vier Tage Arbeit halten mich auf diesem Campingplatz fest.
Dann folgen drei Tage mit neuen Zielen, darunter Novara und Vercelli und schließlich dem etwas merkwürdigen, aber recht ordentlichen Campingplatz Grinto in Moncalieri bei Turin - einem der ganz wenigen, die noch offen sind. Von dort besuche ich am Folgetag diese Stadt und das prächtige Schloss Stupinigi.

Zum Schreiben und für die Stadt Turin bleibt keine Zeit, mit dem Ende der Sommerzeit - und zuehmender Kälte - wird es Zeit für den Heimweg. Über Pont-Saint-Martin, das nach dieser gut erhaltenen römischen Brücke aus dem späten 1. Jahrhundert benannt ist - und Aosta geht es wie immer zu meiner Tante nach Aigle und schließlich nach Hause.

Für die nächsten Monate habe ich pfarramtliche Dienste zuhause, weil unsere Pfarrerin nun auch im Ruhestand ist. Aber vielleicht - und so Gott und Corona wollen - kann ich im Februar nach Sardinien?

Tracks
Varese
Novara
Vercelli
Moncalieri
Stupinigi
Aosta
Genf
Stuttgart

Logbuch Reiselogbuch 2021-3-3

geschrieben am 12. November 2021

Mailand

   J. Schäfer         

Freitag, 8. Oktober, bis Freitag, 15. Oktober

Dann geht es weiter über verschiedene Ziele, nach einer Nacht auf der Raststätte San Zenone am nächsten Tag auch nach Monza, wo am Samstag in der Innenstadt das Leben pulsiert.

Iseo-See und Bergamo

   J. Schäfer         

Dienstag, 30. September, bis Donnerstag, 7. Oktober

Nun geht es weiter nach Westen mit Zielen am Comer See, dann darf die Kiste wieder einmal mit der Fähre fahren über den See nach Bellagio und von dort auf engster Küstenstrße - fast eine Stunde brauche ich für die 25 km von Bellagio nach Como. Über Lecco am Comer See - wo nun der anviesierte Campingplatz heute schließt und mich nicht mehr aufnimmt - geht es dann zur Raststätte Brembo und schließlich auf den sehr gepflegten Campingplatz Iseo in Iseo am gleichnamigen See mit herrlichem Blick auf See und Berge.

Unterwegs besuche ich auch das Kloster Astino bei Bergamo, wo ich wieder einmal einem Brautpaar gratulieren kann. Bergamo selbst besuche ich dann vom Campingplatz Iseo aus, leider regnet es - entgegen der Prognose.

Tracks
Brembo
Iseo Bergamo gibt es nicht

Logbuch Reiselogbuch 2021-3-1

geschrieben am 23. Oktober 2021

Brescia

   J. Schäfer         

Montag, 20. September, bis Mittwoch, 29. September

Fünf Wochen bleiben mir, um die im Juli abgebrochene Reise durch Oberitalien fortzusetzen. Also geht es zunächst wieder nach Verona, dann an einige Ort am Gardasee, schließlich nach Brescia und von dort ins Veltlin, dem Tal um Sondrio. Weil ich es nicht mehr zum Comer See schaffe, arbeite ich dann drei Tage auf dem Campingplatz Aprica in San Pietro, den ich im Juli ausgesucht hatte. Der liegt fast 1200 m hoch - das war im Juli passend, jetzt wird's dort nach Sonnenuntergang kühl.
Dort verfolge ich noch die - erwartbaren - Ergebnisse der Bundestagswahl, dann mache ich mich auf und ereiche am nächsten Abend nach weiteren Zielen in der Gegend den Comer See. Der Campingplatz Magic Lake in Dongo am Westufer bietet herrlichen Ausblick über den See und auf die Berge.

Dierekt neben dem Campingplatz Magic Lake: weidende Maultiere. Der Norden des Comer Sees ist noch nicht allzu touristisch, auf dem Platz v. a. deutsche Rentner, die wie ich die Wärme genießen. Und an schönerer Stelle habe ich wohl noch nie meinen Geburtstag verbracht.

Tracks
San Giacomo
Val Trompia (Ende fehlt)
Val Trompia (Anfang fehlt)
Aprica
Dongo

geschrieben am 29. September

Lothringen

   J. Schäfer         

Samstag. 24. Juli, bis Freitag, 6. August

14 Tage hatte ich noch Zeit vor Beginn der pfarramtlichen Vertretungsdienst für die urlaubenden Kollgen und nutzte dies für eine Fahrt ins nördliche Elsass und nach Lothringen. Beeindruckend war die Weite der Landschaft, bedrückend deren an vielen Stellen sichtbare Entvölkerung - die vielen kleinen Dörfer sind geprägt von verlassenen Häusern, außer Landwirtschaft gibt es hier kaum Arbeitsplätze. Dafür sind die Feldern der verbliebenen Bauern riesig, oft so weit das Auge reicht - eine ökologische Katastrophe. In der im 1. Weltkrieg so heftig umkämpften Gegend gab es - noch bedrückender - häufige Erinnerungen an das unselige Töten - so diese in der Pfarrkirche in Dieulouard bei Nancy ausgestellte Bombe …

Südtirol und Trient

   J. Schäfer         

Montag. 28. Juni, bis Mittwoch, 7. Juli

Ich bleibe in den Bergen, denn noch ist die Hitze groß: Südtirol - Alto Adige - steht auf dem Programm. In Innichen / San Candido im Pustertal sehe ich auf dem Friedhof rund um die alte, auch Arbeo von Freising geweihte Stiftskirche diesen vorbildlich gestalten Platz für Gräber / Gedenkstätten ungeboren gestorbener Kinder.

Verona und Vicenza

   J. Schäfer         

Donnerstag. 17. Juni, bis Sonntag, 27. Juni

Die erste Nacht an der Raststätte San Pelagio nahe Abano Terme bietet wieder eine angenehme Überraschung: eingestellt hatte ich mich auf Lärm, weil der LKW-Schutz zur Autobahn mal wieder fehlte - was mir aber wenig ausmacht, ich schlafe dennoch gut. Dann kam gegen 22 Uhr die Polizei: die Autobahn werde bis 6 Uhr gesperrt wegen Belagsarbeiten. Das finde ich nett von den Italienern, so um meine Nachtruhe besorgt zu sein; nahe Mailand habe ich das vor einigen Jahren schon einmal ebenso genießen dürfen. Überhaupt sind die Leute hier äußerst zuvorkommend: mehrfach stoppten Passanten ihre Schritte, weil ich fotografieren wollte, überall werde ich freundlich bedient - sie schätzen, dass wenigstens ich - ein bisschen - Geld ins Land bringe.

Provinzorte westlich von Padua und dann Verona - hier der Blick vom Castel San Pietro auf das Stadtzentrum - standen auf der Liste. Und es war inzwischen wirklich heiß geworden, der Gang durch die Stadt, begonnen am frühen Morgen, wurde schweißtreibend.

Padua

   J. Schäfer         

Mittwoch, 9. Juni, bis Mittwoch, 16. Juni

Nach einem Tag Arbeit geht es nach Padua, der Stadt von Antonius von Padua, der dort im viel besuchten Sanktuarium verehrt wird, aber auch von Justina von Padua, in der mächtigen, prächtigen ihr geweihten Basilika am größten innerstädtischen Park Italiens, dem skulpturengeschmückten Park della Valle. Das Wetter ist angenehm kühl, ich schaffe alle Ziele in der Stadt an einem Tag.
Zum Bilder Bearbeiten und Schreiben brauche ich dann drei Tage, zum weiteren Planen und für andere Arbeiten am Heiligenlexikon weitere vier Tage: mein Aufenthalt auf dem Campingplatz Fusina in Venedig zieht sich hin, aber hier ist es auch ideal: schattig, sauber, ordentliches Restaurant, gut sortierter Laden - alles, was man braucht. Und für venezianische Verhältnisse wirklich preiswert: in der Stadt (nicht im Zentrum) bezahlt man für 0,3 l Fanta (in der Dose) gerne mal 4,50 €!

Tracks
gibt's keine

geschrieben am 16. Juni 2021

Venedig

   J. Schäfer         

Monntag, 31. Mai, bis Dienstag, 8. Juni

Abschied vom schönen Campingplatz Donaupark in Klosterneuburg, noch zwei Ziele in Wien, eines im Norden und eines in der Stadtmitte, dann nach Süden - die Durchfahrt durch die Stadt dauert 2½ Stunden! Im Kurort Baden bei Wien besuche ich das Kaiserhaus und sehe gegenüber das Rathaus - österreichische k-und-k-Pracht lebt. Am Abend bin ich in Graz, also südlich der Alpen - und ziehe erstmals auf dieser Reise den Pullover aus.
Nahe der ungarischen Grenze ist das Land eben, die ungarische Puszta lässt grüßen; nahe der slowenischen grüßt der Balkan. In Villach gibt es mehrere Testzentren für den Antigen-Test, den ich für die Einreise nach Italien brauche: ich versuche mein Glück im Congress-Center in der Innrenstadt, finde direkt davor einen Parkplatz, komme sofort dran und keine zehn Minuten später ist der vom Roten Kreuz durchgeführte - kostenlose - Test erledigt. Ich besuche noch Ziele in der Nähe, nach einer Stunde habe ich das - negative - Testergebnis auf dem Handy.
Nun brauche ich noch das online auszufüllende Europäische Formular, das erledige ich an der Raststätte kurz vor der Grenze; nicht sehr einfach, gute Usability geht anders, dazu jede Menge Daten - 1½ Stunden quäle ich mich durch, dann kann's weiter gehen. An der Grenze aber: nichts! Noch nicht einmal ein Container der darauf hinweist, dass man kontrollieren könnte. Die Italiener machen es wie die Deutschen: seitenlange komplizierte Bestimmungen, aber keine Kontrolle - so geht Neoliberalismus. Auf der Raststätte Campiolo verbringe ich die erste italienische Nacht bei angenehmer Wärme - und stelle am - noch frühen - Morgen fest, dass eine ganze Menge Touristen einreisen.