Welt bereisen Das Reiseblog des Ökumenischen Heiligenlexikons

Kategorie: Schweiz 2015 - Seite 3

Von der Seine in die Hauts-de-France

   J. Schäfer         

Sonntag, 19. April bis Samstag, 25. April

Zum Abschied vom Campingplatz in Sézanne fotografiere ich gegenüber von diesem beispielhaft diesen Acker: riesige Felder - hier imerhin noch von einer Hecke begrnzt, sonst meist in völlig ausgeräumter Landschaft - und derzeit oft mit Lupinen bepflanzt: gelb beherrscht das Land. Lupinen pruduzieren sojaähnliches Viehfutter und fixieren Stickstoff im Boden, dienen also zur Gründüngung. In Sézanne sehe ich dann noch das Geburtshaus von Franziska Salesia Aviat.

Über Compiègne ins Herz von Paris

   J. Schäfer         

Sonntag, 26. April, bis Samstag, 2. Mai

Am Sonntag fahre ich nach Compiègne, zuerst zu diesem Rest der ehemaligen Burg, dem Turm Jeanne d'Arc, nach ihr benannt, weil Johanna von Orléans in dieser Stadt gefangen genommen wurde. Bischof Kunibert von Köln hatte in der Burg einst beim Beschluss zur Reichsteilung von Austrasien und Neustrien mitgewirkt und Bischof Brun von Köln als Friedensstifter. Jakob I. von Toul hatte dort an einer Synode teilgenommen. Dann gehe ich zur großen Bibliothek Saint-Corneille, der einstigen Kirche des damaligen Klosters Saint-Corneille mit Reliquien von Cornelius.

Im Norden und Süden von Paris

   J. Schäfer         

Sonntag, 3. Mai, bis Mittwoch, 6. Mai

Den Sonntag nutze ich wieder, um Ziele mit der Kiste zu erreichen, zuerst diese 1933 bis 1937 gebaute Kirche Saint-Jean-Bosco mit ihrem zahnstocherartigen Turm. Heinrich Planchat hatte hier zuvor eine Turnhalle und Werkstätten für die Ausbildung von fast 500 Jungen und Lehrlingen gegründet. Das Frühsommer-Wetter der vergangenen Tage ist leider vorbei, nun herrscht trotz Mai Arilwetter mit Regenschauern.

Im Zentrum und Süden von Paris

   J. Schäfer         

Donnerstag, 7. Mai, bis Donnerstag, 14. Mai

Nachdem sich das Wetter gebessert hat, jedenfalls der Regen aufgehört hat, fahre ich am Donnerstag wieder mit dem Zug in die Stadt und setzte zunächst den Rundgang im Zentrum fort. Zuerst komme ich zu dieser Kirche Saint-Leu-Saint-Gilles mit Reliquien von Helena; die Kirche ist aber erst nachmittags geöffnet.

Im Département-Nord

   J. Schäfer         

Freitag, 15. Mai, bis Donnerstag, 21. Mai

Der Abschied vom ordentlichen Campingplatz in Triel-sur-Seine und von Paris fällt mir schwer, aber nun geht es einen großen Sprung nach Norden, zunächst nach Lesquielles-Sainte-Germain bei Vervins; in der Germana geweihte Kirche Sainte-Germain gab es die Reliquien von Proba und Germana, aber die Kirche wurde entweiht, dann als Kegelbahn genutzt. Nun sieht es innen so aus, denn aus der Kirche soll eine Markthalle werden. Ein Planungsfehler führt mich dann nach Mézières-sur-Oise bei Saint-Quentin - aber als ich die Kirche sehe erkenne ich: da war ich ja schon.

An der Nordsee

   J. Schäfer         

Diensag, 2. Juni, bis Freitag, 12. Juni

Ich blieb dann noch einen Tag länger als ursprünglich gedacht auf dem schönen Campingplatz Bloemstraete - der Nordwesten von Frankreich ist Französisch-Flandern und hier wird auch Flämisch gesprochen. Am Dienstag trotze ich Husten und Schnupfen, die mich befallen haben, und auch der Kühle und dem Regen, und fahre ins nahe Saint-Omer, zuerste zu dieser mächtig-prächtigen Kirche des ehemaligen Kollegs der Jesuiten. Die Gründung der englischen Abteilung zur Ausbildung von Priestern für die Gegenreformation in England beförderte Henry Walpole. Philipp Evans, Ralph Corby (Corbington), Thomas Bullaker, Thomas Garnet, Thomas Holland, Thomas Thwing und Wilhelm Ireland wurden dann dort ausgebildet.

In der Normandie

   J. Schäfer         

Samstag, 14. Juni, bis Dienstag, 23. Juni

Nachdem sich am Nachmittag des Freitags das Wetter endlich deutlich gebessert hat, geht es am sich sonnig erweisenden Samstag weiter, zuerst ins Dorf Torcy le Grand bei Dieppe, wo Ribert taufte und ihm diese Pfarrkirche geweiht ist.

Nördlich und westlich von Paris

   J. Schäfer         

Donnerstag, 2, Juli, bis Freitag, 10. Juli

Erstes Ziel ist heute nochmals das Kloster Saint-Wandrille in Saint-Wandrille-Rançon mit dieser zur heutigen Kirche umgebauten ehemaligen Zehntscheuer - leider verschlossen ., nachdem ich am vergangenen Donnerstag ja dort den Eingang verfehlt hatte. Es ist regenrisch mit wolkengrauem Himmel, die Ausbeute im Klostergelände ist mäßig, interessanter ist für mich die daneben stehende Pfarrkirche in Saint-Wandrille-Rançon. Dann geht es nach Pavilly bei Rouen zur Kapelle des einstigen Klosters, in dem Austreberta von Pavilly und Juliana von Pavilly Äbtissinnen waren und das Philibert von Jumièges gegründet hatte.

Flucht vor der Hitze

   J. Schäfer         

Samstag, 11. Juli

Eigentlich hätte ich noch vier Tage Zeit gehabt und auch noch Ziele für zwei Tage, aber in der Nacht zum Samstag - nachdem es um 0 Uhr 29,4° hatte - beschlossen, vor der Hitze - angekündigt waren wieder bis zu 42° - zu fliehen und gleich nach Hause zu fahren. Wie erwartet war die Umfahrung von Paris von Dauerstau geprägt, sonst aber gab es auf der Autobahn - sogar in Deutschland - nur mäßigen Verkehr, so dass ich trotz einiger Trinkpausen noch am Abend in Stuttgart ankam.

geschrieben am 12. Juli 2026