Von der Champagne in die Île-de-France
Mittwoch, 8. April bis Samstag, 18. April
In dieser unscheinbaren - wie meist - geschlossenen Kirche
in Verzenay bei Reims steht der Grabstein von Basolus,
dieser lebte im nahen Verzy als Einsiedler an der Stelle einer heutigen
Kapelle.
Diese Inschrift an der Pfarrkirche in Saint-Gibrien
bei Châlons-en-Champagne schreibt dem Ortspatron Gibrian die
Verschonung von Schäden im 2. Weltkrieg Gibrian zu.
In Châlons-sur-Marne, dem heutigen Châlons-en-Champagne,
wurden in dieser Kathedrale
Aloisius Alexander Brisson,
Bernhard von Clairvaux
Robert Dalby und
Wilhelm Hartley zum Priester geweiht.
Alpinus von Châlons-sur-Marne
Hildegrim,
Leudomerus von Châlons-sur-Marne,
Memmius von Catalaunum, der auch Patron ist,
und Petrus von Chalons sowie
Wilhelm von Champeaux waren Bischöfe,
Antonius Karl Octavian du Bouzet, ein Gefährte von
Petrus Jakob Maria Vitalis, war
Priester in der Diözese, Papst Eugen III. weihte die
Kathedrale, von Lupentius von
Châlons-sur-Marne und Urban I. gibt es
Reliquien.
Leider wieder verschlossen ist diese Bischof
Alpinus von Châlons-sur-Marne geweihte
Kirche Saint-Alpin.
Zwar geöffnet, aber innen völlig schmucklos ist die große
Kirche Notre-Dame-en-Vaux; im damaligen Kloster an
dieser Kirche war Syra von Faremoutiers
Äbtissin. Ganz in Nähe steht dieses repräsentative Rathaus.
In Châlons-sur-Marne - dem heutigen Châlons-en-Champagne - wurden
Hugo von Châlons,
Petrus von Chalons und
Stephan von Châlons geboren.
Im nahen Saint-Memmie steht diese Kirche mit den Reliquien
von Memmius von Catalaunum, sowie jenen
seiner Schwester Poma und seiner Nachfolger
Donatianus von Catalaunum und
Domitianus von Catalaunum, die nun alle
neue Biografien bekommen.
Vorbei an der mächtig prächtigen Basilika
Notre-Dame de L'Épine in L'Épine, die an der Stelle
einer Marienerscheinung errichtet wurde, komme
ich bei noch immer prächtigem Sonnenschein nach Vitry-en-Perthois bei Châlons-en-Champagne; in der ehemaligem
Burg wurde
Jakob von Vitry geboren und das ehemalige
Kloster St-Jacques, in dem Chlothar Mönch war, ist
heute ein Bauernhof. Im kleinen Dorf Blesme bei Châlons-en-Champagne, wo Henri Euzenat, ein Gefährte von
Gerhard-Martin Cendrier geboren
wurde, sehe ich neben der Pfarrkirche dieses alte
Waschhaus. In diesen weitgehend entvölkerten Dörfern mit nur noch wenigen Großbauern scheint die Zeit still gestanden zu haben.
Nach dem Kloster Notre-Dame de Montcetz beim heutigen
Moncetz-l'Abbaye, das Agnes von Brienne gegründet
hatte und von dem nur noch ein Steinhaufen zu sehen ist, komme ich zu dieser schönen
Pfarrkirche in Puellemontier - heute ein Ortsteil von
Rives-Dervoises bei Saint-Dizier; Bercharius hatte dort
ein Frauenkloster gegründet. In Longeville-sur-la-Laines - auch einem Ortsteil von Rives Dervoises bei Saint-Dizier - stand das
Kloster Boulancourt, heute ist dort eine Villa;
Goswin von Boulancourt war dort Mönch,
Heinrich von Troyes hatte es in den
Zisterzienserorden eingegliedert,
Hemelina und ihre Tochter
Ascelina von Boulancourt lebten dort als
Einsiedlerinnen.
Nicht gant ruhig und bei klarem Himmel wieder recht kalt ist die Nacht an der großen
Raststätte Sommesous.
Der Donnerstag beginnt in der Pfarrkirche in Saint-Mesmin,
wo der Überlieferung zufolge Memorius und
Gefährten starben. Dann geht es zur Kirche in
Queudes bei Épernay, wo Victor eine Vision hatte.
In Sézanne steht am Marktplatz das Geburtshaus
von Franziska Salesia Aviat und
gegenüber diese große und verschlossene Kirche. Im
ehemaligen Franziskanerkloster in Sézanne lebte
Julian Formont.
An der Kirche in Oyes bei Épernay, die
Godo von Oyes ebenso wie ein heute spurlos abgegangenes
Kloster gegründet hatte, findet sich dieser Plan der
Messen im 1. Halbjahr 2026: in einem halben Jahr findet hier eine - 1 ! - Messe statt.
Beeindruckend dagegen: die Kirche des ehemaligen
Klosters in Orbais-l'Abbaye bei Épernay; Gottschalk
von Orbais lebte kurz dort, Regulus von Reims
gründete das Kloster, Rigobert von Reims war Abt,
von Apollinaris gibt es
Reliquien.
In Vertus bei Châlons-en-Champagne wurde Camille Millet, ein Gefährte von
Gerhard-Martin Cendrier, geboren, der sich dann
in der Gemeinde an dieser Kirche engagierte und deshalb
als Märtyrer durch die deutschen Nazis starb.
An der Pfarrkirche in Oger bei Épernay wurde zum
Gedenken an die hier geborene Odette Prévost, einer Gefährtin von
Peter Lucian Claverie, dieser Blumengarten
eingerichtet. Überhaupt: Frankreich glänzt an allen Orten durch liebevolle und gepflegte Blumenarrangements - immer wieder eine
Augenweide!
Nach Bisseuil bei Châlons-en-Champagne, wo
Helan als Einsiedler lebte, und Mareuil-sur-Ay, einem
Ortsteil von Aÿ-Champagne bei Reims, wo Tresanus die
Kirche gründete, komme ich zur
Kirche in Avenay-Val-d’Or bei Reims, wo Tresanus
starb und Bertha von Val d'Or ein Kloster
gründete. Auch diese Kirche in Mutigny bei Reims
geht zurück auf Tresanus. Und wie man sieht, bin ich mitten im Hauptgebiet des Anbaus der Trauben für Champagner. Die Winzer sind
derzeit schwer aktiv, überall auf den Straßen sind jetzt meist riesige Landmachinen mit Spritzmittelaufbau unterwegs. Aber man
sieht den Dörfern auch den Reichtum an, den der Champagner bringt.
In Magenta bei Châlons-en-Champagne sehe ich diese Kirche;
in diesem Ort ging Henri Euzenat, der Gefährte von
Gerhard-Martin Cendrier, zur
Schule. In Épernay ließ Bischof Fulko von Reims die
Burg errichten, Johannes Lemaître, ein Gefährte von
Andreas Abel Alricy, ist dort geboren
und Hinkmar von Reims gestorben, wovon das
erhaltene Seitenportal der ehemaligen Martinskirche
zeugt.
Mein Tag endet in der Kirche des ehemaligen Klosters
Saint-Pierre in Hautvillers bei Reims. Dort war Bercharius
der erste Abt, Gottschalk von Orbais war hier
in Haft, Nivard von Reims hatte das Kloster
gegründet, Regulus von Reims war hier Mönch; von
ihm sowie von Helena,
Madelupus,
Polycarp von Rom sowie dem Patron
Sindulph gibt es
Reliquien. In diesem Kloster wurde von seinem Verwalter
Dom Pierre Pérignon der Champagner erfunden, deshalb wird in der Kirche dieses sein Grab verehrt. Nachdem das Kloster in der
Französischen Revolution aufgehoben wurde, erwarb 1823 Pierre-Gabriel Chandon, der Schwiegersohn von Jean-Rémy Moët, das
Anwesen und begann mit der Restaurierung; die Gebäude befinden sich heute im Besitz des Champagnerhauses Moët & Chandon. In
Hautvillers geboren wurde Petrus-Florian Leclercq, ein Gefährte von
Andreas Abel Alricy.
Kalt und etwas lauter Dank der nahen Autobahn wird die Nacht auf der
Raststätte Tardenois.
Am Freitag geht es zuerst nach Binson-et-Orquigny bei Châlons-en-Champagne zum ehemaligen
Priorat der
Benediktiner - heute ein Hotel -, an dessen Stelle einst
Pusinna lebte. Gegenüber: wieder einer der in der Gegend
unzähligen Friedhöfe, hier für 2671 Menschen, darunter 562 Soldaten, die 1918 in der Marneschlacht
. starben. Und im
Nahen Osten, in der Ukraine, im Sudan und und und gehen die Kriege weiter …
Über Châtillon-sur-Marne, wo eine riesige Statue an
Papst Urban II. erinnert, und Troissy in der Champagne, wo
Elisabeth von Wans Äbtissin des damaligen
Klosters an der Stelle eines heutigen Bauernhofes war,
sowie Fère-en-Tardenois bei Reims, wo es in der Makra
von Reims geweihten Pfarrkirche
Reliquien von ihr gibt, komme ich an diesem US-amerikanischen
Soldatenfriedhof nahe dem Ort Seringes-et-Nesles
vorbei und halte an. Es ist der zweitgrößte US-amerikanische Friedhof für Soldaten des 1. Weltkrieges in Europa: 36,5 Hektar -
oder 28 Fußballfelder - für 6012 Gräber.
Gegenüber ist das Verwaltunggebäude und ein großer Parkplatz. Als ich dort aussteige, kommt ein Wachhabender auf mich zu und
redet auf mich ein - was er will, verstehe ich nicht und kann es mir auch nicht erklären: ich parke korrekt, will schauen und dann
weiterfahren, was gibt es zu bereden? Er holt den Mann, der sich mir als Chief
vorstellt und mir die Verhaltensregeln
erklärt: Vorsicht beim Überqueren der Straße, auf dem Friedhof den Hauptweg nicht verlassen. keine einzelne Gräber fotografieren.
Das herrische Auftreten der beiden und die detaillierten sinnlosen Anweisungen bringen mich auf den Gedanken: so geht Faschismus -
hier völlig harmlos, aber strukturell. Donald lässt grüßen, aber ich bin in Frankreich: Liberté, Egalité, Fraternité
!
Nächstes Ziel ist daa abgelegene Kloster Igny nahe
Arcis-le-Ponsart bei Reims. Gerhard von Clairvaux
wurde hier von den Mönchen ermordet, Gottfried von Auxerre,
Guerricus von Igny,
Humbert von Igny,
Petrus Monoculus,
Radulph de La Roche-Aymon waren Äbte,
Nikolaus Mönch. In Ville-Dommange bei Reims ist diese
Pfarrkirche wieder einmal zu, so dass ich die Statue von
Laetus von Orléans nicht sehe.
Über Thillois bei Reims, wo Arnold Reche
Novizenmeister in der Niederlassung seines
Ordens der Brüder der christlichen Schulen
war, komme ich zum Kloster Montd'Hor in Saint-Thierry
bei Reims, das seit 1968 wieder von Benediktinerinnen besiedelt ist, die hier in der
Kapelle das Mittagsgebet vorbereiten.
Poppo von Stablo war hier Mönch,
Richard von Saint Vanne reformierte das
Kloster, das Theoderich von Reims gegründet
hatte, Theodulf von Saint-Thierry-au-Mont-d'Hor
und Wilhelm von Saint-Thierry waren Äbte.
Auch in Trigny bei Reims ist diese Pfarrkirche
verschlossen und ich sehe das Glasfenster mit
Theodulph von Orléans nicht.
Das war nundie letzte Station in der Champagne und ist Gelegenheit,
mich zu bedanken beim wirklich umfassenden und kenntnisreichen Reiseführer von Heike Bentheimer: Champagne. Trescher Verlag,
Berlin 2021.
Nahe Gernicourt an der Aisne sehe ich die Kapelle an
der Stelle, wo Rigobert von Reims starb. In
Corbeny bei Laon ist diese Kirche geöffnet,;
Goban Cuillen wirkte hier als Glaubensbote, von
Markulf von Nanteuil kamen die
Gebeine hierher und dann in das - im 1. Weltkrieg völlig zerstörte - dort erbaute Kloster,
an dessen Stelle nun eine kleine Kapelle steht.
Das ehemalige Kloster der
Prämonstratenser in Cuissy an der Aisne - heute Cuissy-et-Geny - ist heute ein
Bauernhof. Dort starb
In einem Reliquiar in der Pfarrkirche in
Bazoches-sur-Vesles liegen die Gebeine von
Valerius und Rufinus, die ebenfalls als Märtyrer
starben. In der monumentalen, ihm geweihten Kirche
Saint-Yved des ehemaligen Klosters in Braine bei Soissons wurden die
Gebeine von
Evodius von Rouen bewahrt. Und in Vailly-sur-Aisne
bei Soissons mit dieser Kirche lebte
Präcordius der Schotte als Einsiedler.
Für die Nacht geht es nochmals zur Raststätte
Tardenois, diesmals aber auf der Südseite der Autobahn.
Der Samstag beginnt dann an den Ruinen des ehemaligen
Klosters in Longpont bei Soissons, wo
Johannes Humilis von Montmirail Mönch war und
Petrus „Cantor” starb. In der
Kirche in Troësnes bei Soissons steht der Sarg des hier
einst als Einsiedler lebenden Vulgisus. Un einsame in einem
Tal liegt dieses ehemalige Kloster Cerfroid nahe
Brumetz, das Felix von Valois und
Johannes (Jean) von Matha gründeten und das die
Keimzelle des
Trinitarierordens war.
Direkt am großen Fluss Marne liegt der Ort Sainte-Aulde, benannt nach
Aude (Alda), der dort die
Kirche geweiht ist. In Jouarre bei Meaux komme ich zu
dieser Kirche Saint-Pierre-Saint-Paul mit dem Sarg von
Potentianus von Sens.
In der Kirche Saint-Pierre-Saint-Paul werden auch die
Gebeine derer verehrt, die eigentlich zum - bis heute aktiven -
Kloster Notre Dame in Jouarre gehören; einige liegen in
diesen frisch restaurierten Sarkopahgen aus dem 12./13. Jahrhundert:
Ado von Jouarre war der Klostergründer und erste Abt,
Agilbert von Paris der zweite Abt,
Agilberta und
Balda von Jouarre waren Äbtissinnen,
Berthild von Chelles war Nonne,
Ebregisil von Meaux war Mitbegründer des
Klosters, von Julia von Troyes gibt es
Reliquien, von
Osmanna von Jouarre das Grab,
Priscus und Gefährten werden verehrt und
Telchildis von Jouarre war die erste Äbtissin.
Eigentlich wäre es jetzt Zeit, einen Campingplatz zum Arbeiten anzusteuern, aber ich bin nun nahe
Paris und dem
Vergnügungspark Disneyland und hier sind alle Plätze
entweder sehr schlecht bewertet oder unverschämt teuer. Ich hänge deshalb noch einen Tag dran, um aus dieser Gegend wegzukommen
und sehe am Nachmittag nun zuerst die Kirche in
Ussy-sur-Marne bei Jouarre, in der das Grab
von Autharius von La Ferté ist, wo
Kolumban der Jüngere
zu Gast war und
Aldowin von Rouen und
Ado von Jouarre diesem begegneten. Auch der irische
Schriftsteller, Dramatiker und Nobelpreisträger Samuel Becket lebte von 1953 bis zu seinem Lebensende 1989 hier.
Dann komme ich nach Saint-Fiacre-en-Brie bei Meaux an die Stelle des hinter diesen Mauern unzugänglichen einstigen
Klosters an der Stelle, wo
Chillien von Ferns den hier als Einsiedler
lebenden Fiacrius (Fiakrus) besuchte. Fiacrius wird dort
heute in der nahen Kirche verehrt.
Den Tag beschließe ich in der Stadt Meaux; hier wurde Aude
(Alda) geboren, lebte Diorchild,
Elisabeth von Thadden arbeitete in einem
Lazarett. und Fara versteckte sich in der Nähe.
Zuerst gehe ich zu dieser Kathedrale, deren Turm und
Fassade in der engen Altstadt nicht auf ein Foto zu bannen ist.
Amolo von Lyon und
Wilhelm I. von Nevers nahmen hier an Synoden teil,
Antoninus von Meaux,
Ebregisil von Meaux,
Faro von Meaux,
Gislebert von Meaux,
Rigomer von Meaux und
Sanctinus von Meaux waren Bischöfe,
Johannes von Joyacum Weihbischof,
Patusius von Meaux designierter Bischof und
Pirmin wurde möglicherweise zum Bischof geweiht. Maurice
Rondeau, ein Gefährte von
Gerhard-Martin Cendrier wurde
hier zum Priester geweiht, Cilinia ist Partronin,
Melorus von Cornwall wurde hier begraben, von
Fiacrius gibt es hier die
Gebeine und
Blandinus wird verehrt.
In der Kathedrale: dieses riesige Monument für den
1704 gestorbenen Bischof Jacques Bénigne Bossuet. Kein Wunder, dass die Revolution in jenem Jahrhundert auch antiklerikal war.
Ich sehe dann noch den Platz des ehemaligen
Klosters Saint-Faron, an dem heute eine moderne
Schule steht; Faro von Meaux hatte es gegründet.
Letzte Station wird der heutige protestantische Tempel,
an ihm war das Grab von Cilinia; er steht auch für
Johannes Vallière, der in Meaux zum Protestantismus
fand und für Pierre Leclerc, der protestantischer
Pfarrer in Meaux war und deshalb mit 13 Gefährten starb.
Und dann also noch eine Nacht an der Autobahn, diesmal an der
Raststätte Changis-sur-Marne.
Der Sonntag hat diese - verschlossene - Kirche in
Condé-Sainte-Libiaire bei Meaux mit Reliquien von
Libaria als erstes Ziel.
In dieser Kirche Notre-Dame-des-Ardents-et-Saint-Pierre
des ehemaligen Kosters in Lagny-sur-Marne findet die gut besuchte Sonntagsmesse statt.
Aemilianus von Lagny,
Elogius von Lagny und
Mummolus von Lagny waren hier Äbte,
Ansilius von Lagny,
Deodatus,
Gerhard I. von Fontenelle,
Mauger und
Vinzenz Madelgar von Soignies Mönche,
Furseus von Lagny hatte das Kloster gegründet und
ist Patron.
In Bussy-Saint-Georges bei Meaux wurde Georg-Hieronymus
Giroust, ein Gefährte von Andreas Abel
Alricy, geboren. Dann komme ich zu dieser weitläufigen Anlage des einstigen
Schlosses in Ferrières-en-Brie bei Paris, in dem
Louise de Marillac geboren wurde.
In Faremoutiers bei Meaux war
Fara (Burgundofara) die erste Äbtissin des dann
nach ihr benannten Klosters, das seit 1930 wieder aktiv ist und wo die Nonnen sich in dieser Kapelle versammeln.
Cagnoald von Laon unterstürtzt die
Klostergründung, Eorcengota,
Ethelburga und
Sethrida von Faremoutiers waren Äbtissinnen,
Annofledis,
Floberta,
Gibitrude,
Hildelith von Barking,
Leudeberta,
Syra von Faremoutiers,
Telchildis von Jouarre und
Wilsindis Nonnen; René Boitier, ein Gefährte von
Gerhard-Martin Cendrier ist hier
geboren.
Anschließend geht es in die Kirche nach Rebais bei
Meaux, dem letzten Rest des ehemaligen Klosters. Agilus
von Rebais hat es gegründet, Aldowin von Rouen,
Guarinus von Corvey und
Philibert von Jumièges waren Äbte,
Regulus von Reims und
Walter (Gualterius) von Rebais Mönche.
Dann komme ich zur Kirche im kleinen Dorf La
Celle-sous-Montmirail bei Château-Thierry, an der
Serenus von Metz Priester oder Chorbischof
gewesen sei. Warum ich dort dieses Wohnahus fotografiere, weiß ich auch nicht, aber es ist ein schönes Beispiel für die vielen
liebevoll gestalteten Landhäuser.
In Montmirail sehe ich zuerst die Kirche Saint-Etienne,
an der Johannes Humilis von Montmirail
bekehrt wurde, dann dieses Schloss - in Privatbesitz,
Betreten verboten! -, in dem er geboren wurde, und schließlich außerhalb die Stelle seiner Einsiedelei im Wald - heute das
prächtige Château de Beaumont.
Der Abschluss dieser Tour führt mich zu dieser Kirche
in Neuvy bei Épernay, wo Maurice Rondeau, ein Gefährte von
Gerhard-Martin Cendrier
geboren wurde.
Das ist nun wieder in der Champagne und wieder nahe der
Kleinstadt Sézanne, wo ich mich nun auf dem kommunalen
Campingplatz zum Schreiben niederlasse. Der ist
einfach, aber funktional ausgestattet, sehr sauber und ordentlich und mit 10,95 € samt Strom und Kurtaxe - und im Sommer sogar
Eintritt ins angrenzende Freibad - ein echtes Schnäppchen. Das habe ich richtig gemacht und auch das Wetter spielt mit, das
Frühjahr kommt, der katastrophalen Weltlage zum Trotz. Nur die Nächte sind lausig kalt.
geschrieben vom 12. bis 17. April 2026
In die Champagne
Samstag, 28. März bis Dienstag, 7. April
Da ich erst spät zuhause losgekommen bin und dann in einige Staus, kam ich am Samstag nur bis zur
Raststätte Keskastel bei Metz. Enttäuschend auch: die
Hoffnung, dass in Frankreich die Dieselpreise deutlich niederiger seien, hat sich nicht erfüllt. Mein erstes Ziel dann am Sonntag:
Diese Kirche in Biding bei Forbach, wo es eine
Marienerscheinung gab.
Dann komme ich zum Gebutshaus von
Arnold Rèche mit der Gedenkstätte in Landroff bei
Metz. Im damaligen Kloster in Le Ban-Saint-Martin bei
Metz wurde Sigibert III. von Austrasien
verehrt. In Nancy sehe ich das ehemalige
Karmeliterkloster, in das
Hubert vom heiligen Claudius Gagnot eingetreten war. Im
Mutterhaus der Sœurs de Saint Charles in Nancy gab es
ebenfalls eine Marienerscheinung.
In Toul ließ Bischof Gerhard von Toul diese
Gangolf geweihte, heute in Häuser eingeklemmte
Kirche Saint-Gengoult errichten. Oberhalb von Toul
erschien Bischof Gerhard der Überlieferung zufolge Maria,
der die Kapelle Notre Dame de Recluse errichten ließ.
Steiler Fußmarsch durch den Wald - aber immerhin jetzt ohne Regen - ist dann noch angesgt, um die
Quelle nahe Blénod-lès-Toul bei Èpinal zu erreichen,
an der Menna als Einsiedlerin lebte. An Stelle der dortigen
früheren Kapelle steht jetzt dieses Freizeitheim.
Zur Übernachtung geht's an die Raststätte Toul -
Dommartin für eine wieder angenehm ruhige, aber kalte Nacht; am Morgen gibt es Minus-Grade.
Am Montag geht es zur Kirche im kleinen, abgelegenen
Dorf Bonnet bei Toul, mit dieser Liegefigur von
Florentinus. Ein Mann nützt die Glegenheit eines
seltenen Besuchers, um ununterbrochen auf mich einzureden: nuschelnd, im Diaklekt und auf Französische verstehe ich nicht viel,
aber doch, wie stolz er ist, dass seine Kirche eine besondere sei. Und ich kapiere, wie einsam die Menschen hier sind.
Nicht groß, sondern noch kleiner und abseitiger ist der Ort Méligny-le-Grand bei Verdun, an dessen
Kirche
Nikolaus Tabouillot Pfarrer war. In der
Pfarrkirche in Ligny-en-Barrois bei Saint-Dizier
wird Petrus von Luxemburg verehrt, der zum
Kardinal wurde und auf diesem Glasfenster seine Heimatstadt segnet. Er wurde in dieser Stadt in der Burg geboren, von der noch
der Turm Valérian übrig ist. Auch
Scipio Hieronymus Brigéat de
Lambert wurde in dieser Kleinstadt geboren.
Noch gut 500 Einwohner hat Haironville bei Bar-le-Duc,
wo Jean Bernier, ein Gefährte von Gerhard-Martin Cendrier,
geboren wurde. Noch kleiner: Saint-André-en-Barrois bei Verdun, wo
Johannes Nikolaus Cordier auf die Welt
kam. Richtig groß dagegen ist dieses Kalkwerk in
Dugny-sur-Meuse bei Verdun, wo es eine
Marienerscheinung vor drei Arbeitern gab.
In Harville bei Verdun gab es an der Stelle der heutigen
Pfarrkirche ein Priorat mit
Reliquien von
Nanterius. Das liegt östlich von Verdun und dort waren
die meisten der berühmten Schlachtfelder des 1. Weltkrieges. Jede Ortschaft hat riesige Soldatenfriedhöfe, so wie
diesen in Maizeray, auf dem 2876 anonyme deutsche
Soldaten liegen. Und der Wahnsinn nimmt bis heute kein Ende …
Wieder ruhig und wieder frostig wird die Nacht auf der
Raststätte Verdun - Saint Nicolas.
Mein Dienstag beginnt an diesem ehemaligen Klarissenkloster
in Verdun, wo der Jesuit
Johannes Nikolaus Cordier als Seelsorger
tätig war.
Dann folgt in Verdun dieses ehemalige Jesuitenkolleg, an
dem Johannes Nikolaus Cordier ebenfalls
Nonnen betreute. Wegen Baustelle am einzigen Zugang unerreichbar bleibt mir das Gelände der ehemaligen
Abtei Saint-Vanne;
Fingen stellte sie wieder her,
Firminus von Verdun war hier begraben,
Friedrich von Saint-Vanne war Mönch,
ebenso Gerwin von Saint-Riquier und
Poppo von Stablo; auch
Possessor von Verdun war hier bestattet,
ebenso Pulchronius von Verdun,
Richard von Saint-Vanne war hier Abt,
Sanctinus von Meaux war hier Bischof,
Simeon von Trier weilte hier,
Stephan war Mönch und
Vitonus von Verdun ebenfalls Bischof.
In Sainte-Ménéhould bei Châlons-en-Champagne liegen in dieser
Kirche Notre-Dame du Château die
Gebeine von
Manechild von Perthes.
Nach dem wieder völlig abgelegenen kleinen Dorf
Hans bei Châlons-en-Champagne, wo
Petrus von Chalons geboren wurde, komme ich
nach Cunel bei Verdun, wo Stephan d'Huberte
Pfarrer an der dieser Dorfkirche war. Der Ort liegt
nahe der Grenze zu Belgien und hier fanden im August1914 die ersten Schlachten gegen den deutschen Überfall statt.
Im Dorf Chaumont-Porcien bei Rethel schafft meine Kiste den steilen und nassen Feldweg hoch zur
Kapelle nicht, also dürfen meine Beine schwitzen.
Berthaldus lebte hier als Einsiedler,
Oliveria und Liberata schlossen sich ihm an.
Zum Abschluss des Tages geht es nach Renneville bei Laon mit dieser
Kirche; hier starb
Bossianus.
Ruhig und wie nun schon gewohnt frostig-kalt wird die Nacht an der
Raststätte Ardennes Woinic.
Der Mittwoch beginnt im Dorf Aussonce bei Reims, wo Sindulph
als Einsiedler lebte und ihm die Kirche geweiht ist.
Dann geht es in die Stadt nach Reims - die Stadt, die
im März 1918 in den Kämpfen des 1. Weltkrieges zu 60% zerstört wurde und die nach Kriegsende zur
erklärt
wurde. Die Vergeltung der Franzosen: hier musste 1945 die Kapitualtion der deutschen Wehrmacht unterzeichnet werden.
Gottschalk von Orbais wurde hier zum Priester
geweiht, Gualtierus von Romans ist
möglicherweise hier geboren, Paulus von
Tricastinum ist hier geboren, Theobald von
Provins weilte in der Stadt, die zeitweise Hauptstadt von
Austrasien war. Ich muss nun zunächst einkaufen, um
dann diese riesige Kirche Saint-Remi zu besuchen.
Brun von Köln starb hier,
Goderanus von Saintes wurde im Kloster
ausgebildet, Goswin von Anchin reformierte das
Kloster, von Hinkmar von Reims,
Markulf von Nanteuil und
Remigius von Reims ist hier das Grab, von
Regulus von Reims und
Sixtus von Reims gibt es
Reliquien,
Sonnatius von Reims war hier begraben und
Stephan Harding weilte hier.
An der Kirche: das von Daphne du Barry 1996 geschaffene Denkmal: der große
Remigius von Reims tauft den kleinen
Merowingerkönig Chlodwig. Dann gehe ich noch zum Platz des
ehemaligen Klosters Saint-Nicaise, wo heute das Maison
de Champagne Taittinger - des einzigen Champagner-Unternehmens, das noch in Familienbesitz ist - steht.
Arnold von Gembloux war hier Abt,
Maurus und
Timotheus und Apollinaris starben hier wohl
als Märtyrer, Nikasius von Reims wurde hier
begraben und Wilhelm von Saint-Thierry war
Mönch.
Regen und Kälte halten mich vom weiteren Rundgang durch die Stadt ab, ich fahre gleich zum Arbeiten auf den angenehmen
kommunalen Campingplatz nach Val-de-Vesle.
Am Samstag fahre ich in die Stadt, der Wetterbericht hatte etwas mildere Temperaturen und wenig Regen angesagt. Mein erster Gang
führt zu dieser Kirche Saint-Maurice und dem
ehemaligen Kolleg der Jesuiten. An der Stelle des ehemaligen
Klosters Saint-Sixte steht heute das große katholische
Institut von Paris
; Ansegisus war hier Abt,
Sixtus von Reims wurde in der Kirche bestattet,
die dann ihm geweiht wurde und an der das Kloster gegründet wurde.
Dann komme ich zur Stelle der früheren Universität,
an der Dermitius O'Hurley lehrte - heute
steht dort diese Schule. Gegenüber war das Englische
Kolleg unterbracht in Gebäuden des damaligen Hositals Saint-Antoine. Das Englische Kolleg, eigentlich in
Douai zuhause, war zwischen März 1578 und 1593 in
Reims im Exil. An ihm wurden nach der Reformation in Britannien Engländer zum Priester ausgebildet, die dann heimlich in ihrer
Heimat die Rekatholisierung betrieben und Katholiken betreuten und dafür oft als Märtyrer starben, so z. B.
Alexander Briant; die vielen weiteren spare ich
mir hier.
Nach dem von Johann Baptist de la Salle
gegründeten La Salle-Gymnasium komme ich zur
weltberühmten Kathedrale, an der und in der sich nun
doch recht viele Touristen tummeln. Davor: diese Bodenplatten zum Gedenken an die deutsch-französische Aussehung - die deutsche
Politiker in den letzten Jahren aus neoliberlaem Wahn zunehmend zu verspielen drohen.
Großarig: das Hauptportal von innen. Von den vielen mit der
Kathedrale Verbundenen nenne ich hier nur die Patrone
Markulf von Nanteuil,
Remigius von Reims und
Theoderich von Reims.
Vorbei am Stadion Saint-Symphorien
, einer
Freifäche inmitten der Stadt, auf der die erste Kirche Saints-Apôtres und später Kirche und Kloster Saint-Symphorien standen - an
Saints-Apôtres waren Amantius von Reims,
Donatianus,
Maternianus von Reims,
Nikasius von Reims,
Sixtus von Reims und
Viventius von Reims Bischöfe - und vorbei an
diesem Denkmal für König Ludwig XV. komme ich zum Hôtel
de La Salle
, in dem Johann Baptist
de la Salle geboren wurde.
Auf diesem Nordfriedhof mit vielen alten Gräbern suche ich - inzwischen doch in leichtem Regen - das
Grab von
Arnold Rèche, das ich erst nach einigem Suchen finde.
Dann geht es noch zu Schule und Internat der
Brüder der christlichen Schulen und durch
heftigen Stau - weil im Stadion ein Fußballspiel ansteht und viele Fans anzieht - zum majestätischen
Institut Sacré-Cœur.
Von Ostersonntag bis -dienstag habe ich nun zu arbeiten auf dem zu den Feiertagen voller gewordenen Campingplatz in Val-de-Vesle; zwar herrscht nun strahlender Sonnenschein, aber dennoch bleibt es sehr kalt.
geschrieben vom 1. bis 6. April 2026
Von Friesland nach Utrecht
Dienstag, 14. Oktober, bis Freitag, 17. Oktober
Nur drei Tage brauchte ich zur Arbeit auf dem
Campingplatz in Easterlittens. Das erste Ziel am
Dienstag war nun die Kirche in Witmarsum bei
Leeuwarden, an der Menno Simons Priester war.
Auf dem Gut Liauckama in Sexbierum, einem Ortsteil
von Waadhoeke, wurde Elko von Lidlom geboren
und im nahen damaligen Kloster Lidlom - heute ein
Bauernhof in Klooster-Lidlum - war er Abt.
Das ehemalige Kloster Mariëngaarde nahe Hallum -
heute ebenfalls ein Bauernhof - hatte
Friedrich von Mariengaarden
gegründet und als Abt geleitet; Siard von
Mariengaarde wurde sein Nachfolger als Abt, Dodo
von Haska und Hermann Joseph von
Steinfeld waren dort Mönche. Friedrich von Mariengaarden war zuvor Pfarrer an der
Sint-Maartenkerk in Hallum. Für die weiblichen
Ordensmitglieder gründete Friedsrich 1170 das Kloster
Bethlehem im heutigen Bartleheim, einem Ortsteil von Wijns in Friesland; auch dies ist heute ein Bauernhof, der wirbt mit
biologischer Ziegenhaltung
.
Während ich den Hof fotografiere, kommt der junge Bauer angerannt und fragt empört, was ich hier wolle, es sei Privatgrund
- die Straße ist aber nicht als solcher gekennzeichnet. Als ich ruhig antworte, ich fotografiere nur sein Haus - was als
Panoramafreiheit
überall in Europa erlaubt ist - antwortet er, er schicke seine Frau, die könne besser Deutsch.
Offenbar treibt ihn die Angst vor Untaten. Man könnte die Angst vor Kriminalität in den Niederlanden als hysterich bezeichnen:
alle - auch die katholischen - Kirchen sind geschlossen oder, selten genug, nur stundenweise geöffent, dann aber immer mit
einer anwesenden Person. Sie enthalten aber sowieso keine Kunstschätze, die Reformation hat hier ausgiebig gewütet. Auch alle
Tankstellen haben abgeschlossenene, hinter (Panzer-)Glas gesicherte Kassen. Und Überwachungskamerqas sind allüberall. Dabei ist
die Kriminalität hier generell niedriger als z.B. in Deutschland, das ebenfall ein sehr sicheres Land ist: Es gab 2024 in den
Niederlanden 0,7 Morde oder Mordversuche pro 100.000 Einwohnern, in Deutschland 0,9. Es gab in den NL 45 erfasste Straftaten pro
1.000 Einwohner, in D 70. Bei den Wohnungseinbrüchen betragen die Zahlen 0,82 pro 1.000 Einwohner in NL, und 1,07 in D. Zudem:
in beiden Ländern gingen alle diese Zahlen in den vergangenen Jahren stark zurück! Das mit Abstand kriminellste
Land
in Europa ist übrigens - unabhängig vom und schon lange vor dem Krieg mit Russland - die Ukraine.
Vom Kloster Klaarkamp - auch das ist heute ein
Gehöft - bei Dokkum aus stiftete Cythardus
von Bloomkamp ein neues Kloster. Gerbrand
von Bloomkamp und Wido von Adwerth waren Äbte
in Klaarkamp. In Dokkum wurden Bonifatius
(Winfried), Adalar,
Eoban,
Hildebrand und
Reginald und weitere Gefährten an der Stelle der 1934
am Todesort errichteten Bonifatiuskapelle erschlagen.
Die Sint-Martinuskerk in Dokkum baute einst
Liudger von Münster, auch zum Andenken an
Bonifatius, Willehad von Bremen war dort
Priester. 1872 erbauten die Katholiken dort dann diese
Bonifatiuskirche.
Das Hospizgebäude des ehemaligen Bernhardusklosters
in Adwerth - dem heutigen Aduard bei Groningen - ist heute reformierte Kirche. In diesem Kloster lebte
Emmanuel von Cremona,
Richard von Adwerth und
Wido von Adwerth waren Äbte. Auffällig: der
Sickerstreifen rund umd die Kirche besteht nicht aus Kieselsteinen, sondern aus Muscheln. In Ermangelung von Steinen hat
man v.a. früher oft Muscheln benutzt, die es in dem wasserreichen Land ja genug gibt.
Bei Groningen wurde wohl Reiner von
Osnabrück geboren; im Prinsenhof mit diesem
Eingangstor - heute ein Hotel - kam wohl Hymana zur Welt.
In Bedum bei Groningen starben Waltfrid
und Therasia und Rotfrid, über ihrem Grab wurde eine
Kirche erbaut.
An der Kirche in Huizinge war
Erno von Huizinge Pfarrer. Im Kirchhof:
dieser alte Grabstein: sehr schmal, denn Steine sind hierzulande ja Mangelware - also teuer. Schließlich sehe ich noch die
Kirche, die an der Stelle des von Erno gegründeten
Klosters Bloemhof in Wittewierum steht.
An der Raststätte Dikke Linde verbringe ich eine
ruhige Nacht.
Der Mittwoch beginnt in der Menkemaborg - heute
ein Museum über das Leben der Adligen im 17. und 18. Jahrhundert - in Uithuizen bei Appingedam ganz im Norden; im Vorgängerbau
wurde Erno von Huizinge geboren. Erno
gründete auch schon das Kloster Rozenkamp - an
seiner Stelle steht heute dieser Bauernhof. Ein Bauernhof ist heute auch an der Stelle des
von Hadebrand gegründeten
Alten Klosters
. Schließlich noch ein
Bauernhof: das ehemalige Kloster Sanctus Benedictus in
Menterna nahe Termunten, in dem Richard
Sakristan war.
Nun nehme ich Abschied von Friesland, es geht ein gutes Stück
nach Süden, nach Zwolle und dort zuächst in diese Kirche
des ehemaligen Dominikanerklosters, in dem
Alanus de la Roche starb.
Auf dem Weg in die Innenstadt: dieses imposante Stadttor Sassenpoort
In dieser Michaelskirche lagen die
Reliquien von
Thomas von Kempen. Seit 2006 ist die
Kirche profanisiert und nun Academiehuis
, ein überdachter öffentlicher Platz: Treffpunkt, Relax-Arena, Ausstellungsfläche,
Veranstaltungsort, Café und Bücherei - eine Kirche als echte Ekklesia, nur ohne sakrale Funktion. Das Academiehuis stellt sich
in die Tradition von Platons Akademie in Athen.
Davor, auf dem großen Markt
, blüht das Leben trotz des höchst mäßigen Wetters. Unweit steht die
Liebfrauenkirche, die nun die
Reliquien von
Thomas von Kempen birgt.
Nahe meines Parkplatzes sehe ich, wie man auch in Zwolle auf zur Wohnstätte ausgebauten Schiffen lebt. Etwas außerhalb der
Stadt lag das ehemalige Kloster Agnietenberg, in
dem Thomas von Kempen lebte und
starb.
Nochmals ein größeres Stück nach Süden liegt Deventer;
in der Gegend wirkte Markhelm als Glaubensbote. In der
Stadt sehe zuerst die ehemalige Lateinschule, an der
Geert Groote wirkte. Gegenüber steht diese
Lebuinuskerk, deren Vorgängerbau
Bernulf (Bernold) von Utrecht errichten ließ,
an der Johannes Mahusius als Bischof residieren
sollte, die dem Patron Lebuin (Liafwin) von
Deventer geweiht ist, die ursprünglich von Liudger
von Münster gebaut wurde, an der Radbod von Utrecht
als Bischof wirkte.
Es ist schon Abend und das Wetter nasskalt, aber beim Gang durch die Stadt fallen die geschmückten Gassen auf. Ich komme
so zum Geert-Groote-Huis, das als Museum errichtet
wurde an der Stelle, an der sich die Brüder vom gemeinsamen Leben
versammelt hatten, die
Geert Groote gegründet hatte und denen sich auch
Thomas Hemerken (von Kempen)
anschloss. In der Broederenkerk lag zuvor die
Kopfreliquie von Geert Grote.
Vor Einbruch der Dunkelhait reicht es noch, ins nahe Zutphen bei Arnhem zu fahren und dort diese
Kirche zu sehen;
Heinrich Zütphen wurde hier geboren,
Irmgard von Köln ist vielleicht hier gestorben,
von Justus gibt es wohl
Reliquien. Allerdings gibt es dann eine Umleitung und die
ist nicht ausgeschildert - sonst sind die Umleitungen hier immer hervorragend gekennzeichnet; ich bahne mir den Weg für Hin-
und Rückfahrt über schmalste Straßen durch dunklen Wald - ein Geduldsspiel!
Schließlich erreiche ich dann genervt die angestrebte
Raststätte Rijssen-Holten - und muss einen Platz
ganz nahe der Autobahn benutzen - also wird auch die Nacht nicht nervenschonend.
In Ootmarsum bei Zwolle starb Radbod von Utrecht. Vor der
Kirche der kleinen Stadt ist ein viel besuchter Markt
und mir fällt diese bronzene Marktfrau auf.
Weil ich nun ganz nahe der deutschen Grenze bin, fahre ich hinüber nach
Nordhorn, um dort - sehr viel billiger - zu tanken,
zudem muss ich zur Post, was hier auch mit vertrauterem Ablauf möglich ist. Und weil die Grenze an einer - wenn auch viel
befahrenen - Landstraße ist, gibt es auch hier keine Kontrollen; wiederum also ein Indiz für Symbolpolititk
der
Bundesregierung.
Zurück in den Niederlanden komme ich nach Oldenzaal bei Zwolle zu dieser wohl von
Plechelm von Odilienberg gegründeten und ihm geweihten
Kirche.
Markhelm starb hier.
Nochmals ein gutes Stück weiter Richtung Westen steht dieses heutige
Hotel nahe Amersfoort bei Utrecht, das an der
Stelle des einstigen, von Bischof Ansfrid von
Utrecht gegründeten Klosters steht. Eberhard
von Berne gründete eine Filiale seines Klosters an der Stelle eines heutigen
Landgutes nahe Maarsbergen bei Utrecht.
In Utrecht finde ich nahe der Innenstadt einen Parkplatz und komme dann zuerst zu diesem ehemaligen
Diakonissenhaus - heute das Stadtarchiv -, das
Theodor Fliedner 1844 gründete, und dann zum
Gelände des ehemaligen Paulus-Klosters, das durch
Bernulf von Utrecht eröffnet wurde durch
Verlegung des einstigen Klosters nahe Maarsbergen.
Auf dem Domplatz farbig markiert ist der Chorbereich der ehemaligen
Salvatorkerk; in ihr waren die Gräber der Bischöfe
Friedrich von Utrecht und von
Rixfridus von Utrecht. Ich besuche dann
diesen Dom - seit 1580 protestantische Kirche und
leider entsprechend schmucklos. Es gibt außer einer - für mich sinnfreien - Lichtinstallation
mit aus LED-Stripes
gestalteten Figuren - nichts zu sehen.
Alberich von Utrecht,
Ansfrid von Utrecht,
Bernulf von Utrecht,
Eoban,
Friedrich von Utrecht,
Gregor von Pfalzel,
Harmacarus von Utrecht,
Hungerus Frisus,
Radbod von Utrecht,
Rixfridus von Utrecht,
Willibrord von Echternach waren hier
Bischöfe, vielleicht auch Ebregisus von
Utrecht. Geert Groote war Domprediger,
Heinrich von Köln
Kanoniker,
Konrad II. von Salzburg Probst.
Amandus von Maastricht hatte hier die
erste Kirche gegründet und ist - ebenso wie
Martin von Tours - Patron.
Adalar hat hier sein erstes Grab gefunden,
Angelus Merula und
Menno Simons wurden hier zum Priester geweiht.
Brun von Köln,
Liudger (Ludger) von Münster
und Odulf besuchten die Domschule,
Johannes Mahusius nahm an einer Synode teil,
von Benignus von Utrecht,
Maximinus von Tongern,
Paulus,
Plechelm von Odilienberg und
Pontianus von Spoleto gab es
Reliquien,
Faustina, und
Wiro von Roermond wurden hier verehrt, es gab auch eine
Marienerscheinung.
Selbst von außen ist der Dom praktisch nicht zu
fotografieren, da er sich völlig hinter Bäumen versteckt - gut für das Stadtklima, schlecht für mich. Fotogen aber auf dem
Domplatz: die Studenten, die gerade - geschmückt mit Doktorhüten
- eine Feier verlassen haben. Die Universität ist direkt
neben dem Dom untergebracht.
Und beeindruckend auch: die Menge der Fahrräder auf dem Domplatz. Täglich seien in der Stadt 90.000 Fahräder unterwegs, schon
1885 wurde hier der erste Fahrradweg gebaut, seit 2019 gibt es ein Fahrrad-Parkhaus mit 12.500 Plätzen auf drei Etagen!
Diese Janskerk gründete
Bernulf von Utrecht …
… und ebenso diese Pieterskerk. Ich sehe noch
den Standort des ehemaligen Hieronymus-Klosters, an
dessen Schule Jan van Woerden und
Wilhelm Hessels van Est ausgebildet
wurden; heute steht dort ein modernes Gymansium.
Zum Schluss der Besichtigungen in Utrecht an diesem - entgegen der Wettervorherage - sonnigen Tag fahre ich zu dieser
Sint-Gertrudiskathedraal, der Zentrale der
Altkatholischen Kirche.
Kurz vor Einbruch der Dunkelheit und bei nun wieder einsetzendem Regen erreiche ich westlich von Utrecht noch Woerden; hier
wurde Jan van Woerden geboren und war dann an
dieser Kirche als Helfer des Pfarrers tätig, bis
er wegen reformatorischer Ansichten angeklagt und getötet wurde.
Schon in den vergangenen Tagen wuchs in mir die Tendenz, die Reise ob der mäßigen Temperaturen nicht fortzusetzen, zumal
die Prognose noch kältere Tage vorhersagte. Also geht es nun auf der Autobahn Richtung Heimat und ich übernachte auf der
Raststätte Bisde - genau dort, woh ich auch schon
vom 1. zum 2. Oktober schlief.
Am Freitag geht es dann über die Grenze - zwar eine vierspurige und viel befahrene Straße, aber wieder keine Kontrollen -
nach Worringen - heute ein Stadtteil von Köln -, wo im
Herrenhaus
Josef Marxen geboren wurde. Die Weiterfahrt nach
Stuttgart wird dann am Nachmittag natürlich ob des
Wochenend-Verkehrs zum Geduldsspiel, aber nach einigen Staus erreiche ich die Heimat.
Die Bilanz dieser Reise: 4549 km gefahren, damit nun alle Stellen in Deutschland und in den Niederlanden besucht, 1089 Fotos gemacht, davon kamen 154 ins Ökumenische Heiligenlexikon.
Tracks
Dikke Linde
Rijssen-Holten
Bisde
Stuttgart
geschrieben vom 18. bis 21. Oktober 2025
Holland
Dienstag, 7. Oktober bis Montag, 13. Oktober
Nun geht es also doch Richtung Küste, zuerst nach Middelburg an die - unglaublich: geöffenete ! -
Nieuwe Kerk
, der Kirche der
ehemaligen Prämonstratenserabtei, in die damals
Adrian Jansen,
Jakob Lacoupe eintraten.
Gelderland und Nord-Brabant
Montag, 29. September bis Montag, 6. Oktober
Nach den angenehmen Tagen auf dem Camping Waldvelen
beginne ich den Montag in Burlo, einem Stadtteil von Borkum, an der
Kirche Mar Odisho & Mar Qardagh, dem ersten
Gotteshaus der Assyrische Kirche des Ostens
in Deutschland. Ebenfalls in Burlo steht dieses Kloster
Mariengarden, das seit 1920 von den von Eugen
von Mazenod gegründeten Oblaten der Unbefleckten Jungfrau
Maria
bewohnt wird.
Limburg und Münsterland
Freitag, 19. September bis Sonntag, 28. September
Wegen der Einschulungsfeier meines Enkels geht es erst spät im September wieder los, zuerst nach Köln, um dort die Familie
meines Sohnes zu besuchen. Nach der Nacht auf der
Raststätte Frechen komme ich nach Aachen, zuerst
zur Kirche St. Josef - heute ein würdevoll gestaltetes
Kolumbarium -, in der es Reliquien von
Heinrich van der Blomm gab und dann zu
dieser ehemaligen Franziskanerkirche St. Nikolaus -
heute ein Ort der City-Seelsorge, in der sich die evangelische und die katholischer Kirche gemeinsam engagieren.
Heinrich van der Blomm starb hier,
Lambert Conradi wurde in Aachen geboren. Viele
andere Stellen in Aachen hatte ich schon 2021 besucht.
Tours
Sonntag, 27. Juli bis Montag, 28. Juni
Nach einem größeren Sprung nach Osten komme ich noch nach Tours und sehe zuerst dieses erhaltene Stück der alten römischen
Stadtmauer an der - profanisierten - Kapelle
Saint-Libert. In Tours wurde Adventius verehrt,
Corentin von Quimper angeblich zum Bischof
geweiht, Florentius von Orange,
Ingeborg und
Leobatius von Sennevières geboren,
Simon war
Franziskaner in der Gegend,
Spanus und Gefährten starben angeblich hier.
Im Schloss wurden
Irmgard und
Sigirannus geboren.
In dieser Kathedrale waren
Bartholomäus von Tours,
Baudinus von Tours,
Brictius von Tours,
Eligius von Noyon,
Eustochius von Tours,
Gregor von Tours,
Lidorius von Tours,
Martin von Tours,
Perpetuus von Tours und
Volusanius von Tours Bischöfe,
Armand Jean Le Bouthillier de Rancé Archidiakon,
Franziskus Pallu,
Philipp Berruyer,
Wilhelm Pinchon (von St-Brieuc) waren
Kanoniker,
Paulus von Tricastinum vielleicht Schüler,
Alanus von Lille studierte hier,
Maurilius von Angers war hier,
Caletricus von Chartres,
Conoganus von Quimper,
Domnolus von Le Mans,
Felix von Nantes,
Franziskus von Stagno,
Germanus von Paris,
Gregor VII.,
Hieronymus von Nevers,
Lanfranc von Canterbury,
Praetextatus von Rouen und
Victorius von Le Mans nahmen an Synoden
teil.
Im Nordwesten der Bretagne
Mittwoch, 16. Juli bis Samstag, 26. Juli
Vom Cmapingplatz in Gouarec musste ich zuerst
nochmals nach Rostrenen, denn ich brauchte eine
neue SIM-Karte - die hatte die Postagentur in Gouarec zwar, aber ihr Computer funktionierte nicht, die Registrierung war
ncht möglich. Aber: in der Ferienzeit hat die Post in Rostrenen mittwochs zu.
Also auf nach Plévin bei Saint-Brieuc, wo Julianus
Maunoir starb, zu dieser Pfarrkirche, in der
sein Grab ist.
Im Nordosten der Bretagne
Montag, 7. Juli bis Dienstag, 15. Juli
Vom Campingplatz aus sah ich das
Schloss in Combourg bei Rennes und habe dann
entdeckt, dass hier Gilduin von Dol geboren wurde, so
wurde das Schloss mein erstes nahes Ziel. Dann ging es zur
Kirche nach Trédias bei Saint-Brieuc, die
Eurelia geweiht ist, und zu dieser nach einem Brand
im Jahr 2000 als Ruine dastehenden Kirche in
Saint-Judoce bei Saint-Brieuc, die Jodokus geweiht
war.
Im Zentrum der Bretagne
Montag, 30. Juni bis Sonntag, 6. Juli
Die erste Station an diesem Montag liegt in der Nähe des
Campingplatzes, auch am See von Guérledan: die
Kapelle Sainte-Tréphine im Wald bei Saint-Aignan,
an deren Stelle - angeblich - Tremorius geboren wurde
und seine Mutter Triphina von der
Bretagne enthauptet. Da es noch recht früh am Morgen ist, findet der Fußmarsch durch den Wald bei erträglichen
Temperaturen statt - es wird ein heißer Tag werden. Dann komme ich zu der
Maria geweihten
Kapelle in Perret - einem Ortsteil von Bon Repos
sur Blavet - bei Saint-Brieuc, an deren Stelle Avran als
Einsiedler lebte. Auch Jordan von Kergrist
war Einsiedler, er lebte zeitweise in Kergrist bei Vannes, wo diese Kirche wie zuvor die Kapellen auch verschlossen ist.
Bis ans Ende der Erde
Freitag, 20. Juni bis Sonntag, 29. Juni
Während die Gegend rund um Nantes früher zur
Brteagne gehörte und Nantes deren Hauptstadt war, wurde sie 1956/1957 als Pays de Loire
zum von der Bretagne
abgetrennten Département und Rennes die Hauptstadt
der heutigen Bretagne, in die ich nun komme. Zuerst nach Théhillac
bei Vannes zu dieser Kirche, wo
Albinus von Angers vielleicht Abt war.
Rund um Nantes
Dienstag, 10. Juni bis Freitag, 20. Juni
Nach den Pfingstfeiertagen geht es am Dienstag weiter,
zuerst zur Pfarrkirche in Briollay bei Angers,
wo der bei Wilhelm Répin und Gefährten
genannte Vikar André Fardeau sowie sein Pfarrer
Johannes Michael Langevin wirkten,
dann zu dieser Pfarrkirche nach Soucelles bei
Angers, wo André Fardeau, ein weiterer Gefährte von Wilhelm Répin, geboren wurde.
In der Vendée und im Anjou
Dienstag, 3. Juni bis Pfingstmontag, 9. Juni
Zum Abschied vom Campingplatz in Magné am
Montagabend: ein Heißluftballom - Montgolfière
, wie mein französischer Nachbar stolz und richtig sagt -, der auf
dem Feld daneben zur Landung ansetzt.
Gelesen: Mit kühnen Worten hat sich der Präsident von Burkina Faso, Captain Ibrahim Traoré, in einer Videobotschaft an
denen Papst Leo XIV. gewandt:
Ich führe eine Nation, die von der Welt so lange beiseite geschoben wurde, bis sie sich weigerte, länger zu
schweigen. Man sagte uns, wir seien zu arm, um unabhängig zu sein, zu schwach, um souverän zu sein, zu instabil, um
Widerstand zu leisten. Aber ich sage Ihnen dies im Namen meiner Vorfahren: Wir werden nicht länger um die Erlaubnis
bitten, existieren zu dürfen.
(die ganze Botschaft:
https://gela-news.de/botschaft-von-ibrahim-traore-an-papst-leo-xiv)
Wir haben es satt, bei Mächten, die unsere Bodenschätze ausbeuten und gleichzeitig Moral predigen, um Anerkennung zu
betteln. Und wir haben es satt, absolut satt, zuzusehen, wie die geistigen Führer der Welt ihre Ohren vor Afrikas Schreien
verschließen, weil Hinzuhören eine unbequem Politik wäre.
… Wir brauchen keine weiteren Plattitüden. Wir brauchen keine weiteren Gedanken und Gebete, während westliche
Firmen unter bewaffneter Bewachung Uran im Niger und Gold im Kongo fördern.
Durchs Poitou nach La Rochelle
Sonntag, 25. Mai bis Montag, 2. Juni
Am Sonntag geht es zunächst wieder ein Stück nach Süden, zuerst zu dieser
Pfarrkirche in Salagnac - heute Le Grand-Bourg -
bei Limoges, wo Leobonus lebte und starb. Dort
proben Musiker gerade für die Messe.
Im Limousin
Donnerstag, 15. Mai bis Samstag, 24. Mai
Ich blieb dann doch noch drei Tage länger auf dem
Campingplatz in Saintes; zum einen erwischte
mich eine leichte Sommergrippe, zum anderen bewahrheitete sich wieder einmal die alte Indianerweisheit, dass es nicht gut
ist, wenn das Pferd schneller unterwegs ist als die Seele
. Am Samstag besuchte ich die Stellen in der Stadt,
zuerst die Kathedrale, wieder mit prächtigem
Tympanon. Arnual von Saintes,
Concordius von Saintes,
ein Decentius,
Eutropius von Saintes,
Leodegar von Saintes,
Palladius von Saintes,
Trojanus von Saintes und
Vivianus von Saintes waren hier Bischöfe,
zudem auch Petrus Ludwig de
La Rochefoucauld-Bayers, den ich hier neu entdecke.
Eutropius von Saintonge war Abt des
Klosters an der Kathedrale, das Martin von Lyon
gegründet hatte; Ceratus von Grenoble
fand hier ein Grab.