Erstes Ziel ist heute nochmals das Kloster
Saint-Wandrille in Saint-Wandrille-Rançon mit dieser zur heutigen Kirche umgebauten ehemaligen Zehntscheuer - leider
verschlossen ., nachdem ich am vergangenen Donnerstag ja dort den Eingang verfehlt hatte. Es ist regenrisch mit wolkengrauem
Himmel, die Ausbeute im Klostergelände ist mäßig, interessanter ist für mich die daneben stehende
Pfarrkirche in Saint-Wandrille-Rançon. Dann geht es
nach Pavilly bei Rouen zur Kapelle des einstigen
Klosters, in dem Austreberta von Pavilly
und Juliana von Pavilly Äbtissinnen waren und
das Philibert von Jumièges gegründet hatte.
In dieser - ebenfalls geschlossenen- Pfarrkirche in
Darnétal bei Rouen wurde Jakob Hamel getauft.
In Saint-Saëns bei Dieppe fällt vor der
Pfarrkirche, die auf das einstige, von
Sidonius gegründete Kloster zurückgeht und in der ich
Helerius von Tongern neu entdecke, dieser
Brunnen auf. Im Dorf Montreuil-en-Caux bei Rouen sehe ich die
Pfarrkirche; hier wurde Petrus Ludwig Gervais, ein
Gefährte von Petrus Jakob Maria
Vitalis, geboren. In Saint-Saire bei Dieppe lebte
Salvius als Einsiedler, wohl an der Stelle der ebenfalls
geschlossenen Kirche.
In Brombos bei Beauvais wurde Petrus Brisse geboren, ein Gefährte von
Andreas Abel Alricy. In dieser
Pfarrkirche stellt ein Glasfenster sein Martyrium
dar, aber auch diese Kirche ist zu.
Glück habe ich dagegen in diesem Sanktuarium Notre Dame
in Le Hamel bei Beauvais, das der von den Muslimen gefangen genommenen Ritter Raoul de Créqui, ein Teilnehmer am
2. Kreuzzug, nach seiner Heimkehr stiftete aus
Dankbarkeit dafür, dass Maria ihn befreite, erzählt bei
Marienerscheinungen in Griechenland
und der Türkei. Als ich davor parke, schaut ein Mann aus dem Fenster: ob ich die Kirche besuchen wolle. Auf meine bejahende
Antwort hin meinte er, dann werde er mit dem Schließen noch warten. Glück gehabt!
Glück habe ich auch mit dem sehr ruhigen Übernachtungsplatz an der
Raststätte Hardivillers.
Vorbei an den Resten der Burg Wardes in Neuf-Marché,
wo Germar von Flay geboren wurde, komme ich ins
abgelegene Dorf Maineville bei Évreux, wo in dieser - verschlossenen -
Kirche das Original der für seinen Enkel angefertigten
Statue - sie gilt als die authentischste Darstellung - von König
Ludwig IX. von Frankreich steht.
In Monchy-Humières sehe ich zunächst das heutige Schloss an der Stelle des einstigen
Klosters, in dem
Johannes „Opilio” Mönch war, und dann im Ort die
- verschlossene - Pfarrkirche mit seinem Grab.
Daneben: diese Kapelle, die eine vornehme Dame 1885 erichten liß für ihre Lieben. In Balagny - heute Balagny-sur-Thérain
- bei Beauvais wird in der - auch verschlossenen, aber es ist auch schon spät am Abend -
Pfarrkirche das Andenken an
Britta und Maura bewahrt.
Wenig geruhsam wird die Nacht an der Raststätte
Vémars; in Belgien haben offenbar die Sommerferien begonnen und auch viele andere Urlaubsreisende sind unterwegs, es herrscht
Lärm und Gedränge, aber immerhin habe ich einen schattigen Platz, denn der Freitag hat die Temperaturen ordentlich steigen
lassen.
In Boran-sur-Oise bei Senlis - mit geöffneter
Kirche - war Petrus Brisse, erneut ein Gefährte von
Andreas Abel Alricyn, Pfarrer.
Mühsam ist der Aufstieg zu Fuß zur ehemaligen Burg in Beaumont-sur-Oise bei Pontoise; neben ihr stand das
Priorat - heute ist dort ein Parkplatz - mit den
Reliquien von
Leonorius von Pontual. Und in dieser
Pfarrkirche in L'Isle-Adam bei Pontoise liegt die
Kopfreliquie von
Chrodegang von Séez.
Reliquien von
Opportuna von Séez gibt es in der
Pfarrkirche in
Moussy-le-Neuf bei Meaux. In Aubervilliers komme nun in den umtriebigen Speckgürtel rund um Paris. Während die Stadt
Paris nur das Gebiet innerhalb der Ringautobahn
umfasst und nur gut 2 Millionen Einwohner hat, hat die Agglomeration gut 11 Millionen. Und am heutigen sehr
heißen Samstag sind alle unterwegs - in den meist engen Wohnungen und Häusern oft mit Blechdächern ist es nicht
auszuhalten. An dieser Pfarrkirche in Aubervilliers
wird die ganze Vielfalt - und Menge - der Bevölkerungsgruppen deutlich, als die Menschen sich zum Hochzeitsfoto aufstellen.
Raymond Louveaux, ein Gefährte von
Gerhard-Martin Cendrier, ist
hier geboren.
Zum Besuch dieser ehemaligen Pfarrkirche Saint Médard
in Clichy bei Paris, an der Vinzenz von Paul
Pfarrer war, finde ich einen Parkplatz direkt daneben. Und der freundliche Mesner kann gar nicht aufhören, mir von Vinzenz und
seiner Kirche zu erzählen.
Dann geht es in der großen Hitze weiter durch dichtes samstagabendliches Verkehrschaos und unzählige Ampeln - alle immer ROT -
zu dieser Pfarrkirche nach Deuil-la-Barre bei Paris,
wo ein Eugen - angeblich Eugen von Toledo -
verehrt wird. Kurz vor dem Ziel meldet die Kiste, die unterwegs ja mehr stand als fuhr und 38° zu verkraften hatte, wieder
Kühlflssigkeit überhitzt. Ich finde einen Stellplatz im Schatten und lasse mir nun Zeit - die Kirche ist glücklicherweise
offen, weil nach einer Hochzeit aufgeräumt wird.
Entgegen der ursprünglichen Planung suche ich nun die am schnellsten zu erreichende Raststätte - das ist wieder die
Raststätte Vémars; aber die Fahrt dorthin durch den dichten, sich stauenden Verkehr ist auch auf der Stadtautobahn eine Tortur
für Mensch und Maschine. Immerhin bekomme ich dann an fast derselben Stelle wie gestern einen
schattigen Platz; der Trubel hat sich aber nicht
gelegt - es ist eben Ferienzeit.
Am Sonntag will ich in Argenteuil bei Paris das ehemalige
Kloster besuchen, in dem das
Kostbares Gewand Jesu aufbewahrt wurde
und die nahe Kirche Saint-Denys, die es heute
bewahrt - aber wieder sind alle denkbaren Stellplätze belegt, zudem ist Baustelle - ich habe keine Chance. Also geht es weiter
nach Conflans-Sainte-Honorine, das etwas außerhalb des Speckgürtels von Paris liegt, zur ehemaligen
Burg - diesem heutigen Schloss, das ein Museum
beherbergt -, in der es Reliquien von
Honorina gab, die dann in die nahe
Kirche kamen.
Das Schloss ist Museum für Schifffahrt, denn direkt
unterhalb fließt die Seine.
In Maubuisson-lès-Pontoise - heute ein Ortsteil von St-Ouen-l'Aumône - bei Pontoise gibt es in einem Park diese Reste des
einstigen Klosters, das
Blanca (Blanche) gestiftet hatte und wo sie
starb.
Dann komme ich nach Pontoise bei Paris.
Johannes III. de Pontissier und
vielleicht Richard wurden hier geboren,
Nicasius von Rouen und
Quirinus von Malmédy wirkten in der Gegend
als Glaubensboten. Ich sehe zuerst diese Kirche
Saint-Maclou - seit 1966 Kathedrale. Hildeburg
ist in Pontoise gestorben, Johannes de Brébeuf
wurde hier zum zum Priester geweiht, von Mellon
von Rouen gab es Reliquien. Im
Karmelitinnenkloster war
Anna vom heiligen Bartholomäus Priorin,
Marie von der Menschwerdung starb dort.
Dann komme ich zum Arbeiten auf den Campingplatz in
Verneuil-sur-Seine; diesen und nicht den bewährten
Campingplatz im nahen Triel-sur-Seine habe ich erwählt,
weil es auf letzterem ja keine Waschmaschine gibt, die ich aber brauche. Der Platz in Verneuil-sur-Seine hat aber weniger
Schatten, als es Google >Maps vermuten ließ. Und er ist zwar mit modernen und sauberen
Einrichtungen ausgestattet, aber das Publikum kommt - abgesehen von den übernachtenden Touristen - wie die Betreiber nicht
gerade aus den gehobenen Kreisen Frankreichs, zudem liegt er an zwei befahrenen Straßen und in der Einfluschneise der Flugplätze.
Das Wetter hat in all den Tagen die nächste große Hitzwelle auf dem Programm - es ist ein ungemütliches und mühsames Arbeiten.
Mittwoch, 24, Juni, bis DonnerstagMittwoch, 1. Juli
Nachdem ich den Dienstag, den zweiten der angekündigten Tage mit extremer Hitze, noch am
Campingplatz in Surtainville am Meer verbracht habe, ging es am
Mittwoch weiter Richtung Süden, beim Fahren habe ich ja die Kimaanalge. Zuerst komme ich nach Le Mesnil bei Cherbourg mit dieser
Kirche; hier wurde Marie Coueffard, eine Gefährtin
von Wilhelm Répin, geboren.
Nach der geöffneten Kirche in Les Moitiers-en-Bauptois,
einem Ortsteil von Picauville bei Saint-Lô, mit einem Glasnster für den hier geborenen Ludwig le Danois, einem Gefährten von
Petrus Jakob Maria Vitalis,
komme ich nach Doville bei Saint-Lô, wo
Petrus-Adrian Toulorge Kaplan war, und
dann zum ehemaligen Kloster Blanchelande nahe
Neufmesnil bei St-Lô, in das Petrus-Adrian Toulorge eintrat. Das Anwesen ist heute abgeschlossener Privatbesitz und nur nach
Voranmeldung zu besuchen, was die Eigentümerin nicht davon abhält, zu mir an die Kiste zu kommen, um Parkgebühren kassieren
zu wollen. Aber ich geh' ja schon! Und komme zu dieser modernen
Kirche im kleinen Dorf Laulne bei St-Lô, wo
Michael-Andreas-Silvester Binard, auch ein Gefährte von
Andreas Abel Alricy, geboren wurde.
Im heute gut 700 Einwohner großen Dorf Dorf Muneville-le-Bingard bei St-Lô wurde
Petrus-Adrian Toulorge geboren. Gegenüber
der Kirche sehe ich dieses alte Mühlrad; die
Gemeinde hat die alte Mühle gekauft und will alles restaurieren. 700 Einwohner - aber es wird Geld ausgegeben für die
Traditionspflege - Frankreich ist eben ein Kulturland. Ebenso ist es mit der
Gerbold von Bayeux geweihten ehemaligen
Einsiedelei nahe Gratot bei Coutances.
Die Erklärung für den Beton liefert dieses Foto in der
Kirche Notre-Dame, das ihr Aussehen nach den
Beschädigungen durch Beschuss der deutschen Artillerie zeigt.
Im kleinen Weiler La Boissée, einem Ortsteil von Condé-sur-Vire bei Saint-Lô, wurde
Johannes de Brébeuf geboren; an der Stelle seines
Geburtshauses wurde 1993 diese Kapelle errichtet.
In Troisgots bei St-Lô - mit verschlossener Kirche -
wurde Jakob Dufour, auch ein Gefährte von
Andreas Abel Alricy, geboren. Und
in der nahen Wallfahrtskirche
La Chapelle-sur-Vire
lernte Martha Le BouteillerMaria Magdalena Postel kennen und trat
dann in deren Orden ein.
Für die Nacht fahre ich zur Raststätte
Vallé-de-laVir-Gouets und finde dort nicht nur einen ruhigen, sondern v.a. einen schattigen Platz - es hat um 20 Uhr noch
immer 37°, da wird das Einschlafen schwierig.
Am Donnerstag habe ich beim Aufstehen noch immer Schatten, aber es ist jetzt schon heiß. Ich komme zuerst in den Weiler La
Henrière, einen Ortsteil von Percy-en-Normandie bei Saint-Lô, wo an diesem Bauernhof, ihrem Geburtshaus, ein
Gedenkstein an
Martha Le Bouteiller erinnert. Aber der
abgelegene Ort ist auch wieder einmal ein Beispiel für die vielen abgehängten Gegenden und wohl eine wesentliche Erklärung für
die Wahlerfolge des Front nationale. Der Bauer, den ich treffe, schaut mich zwar nicht unfreundlich an, aber reden will
er mit mir offenbar nicht - obwohl meine Anrede nicht so ganz schlechtes Französisch war.
In Saint-Pair-sur-Mer ist wieder einmal Markt, direkt an der
Paternus von Avranches geweihten
Pfarrkirche Saint-Paterne. Paternus und
Scubilion hatten an deren Stelle das ehemalige
Kloster Sesciacum gegründet, Sinerius von
Avranches war dort Mönch. Es ist furchtbar heiß und wegen Markt und vielen in dieser Stadt am Meer weilenden Touristen
wird die Parkplatzsuche und dann der Gang durch die aufgeheizten Straßen wirklich mühsam. Aber die sehr gepflegte Kirche
ist für mich eine Fundgrube. Ich sehe dann noch das
Oratorium Saintt-Gaud an der Stelle, wo
Gaudus von Évreux als Einsiedler lebte, und …
… die Quelle Saint Gaud an diesem - bei der
gerade herrschenden Ebbe noch weitläufrigen - Meeresstrand.
Dann geht es nach Avranches - wieder eine Stadt hoch auf einem Hügel.
Peter von Savigny und
Wilhelm Abrincus wurden hier geboren. Die engen
Gassen sind vollgeparkt, ich muss lange suchen, um einen Pltz für die Kiste zu finden; die stehende Luft mit Hitze bis zu 39°
macht das nicht angenehmer. Dann gehe ich zu dieser
Kirche Saint-Gervais-et-Saint-Protais, sie war
die erste Kathedrale der einstigen Bischofsstadt.
Und dann pasiert mir eine unsägliche Dummheit: ich fahre vermeintlich zum nächsten Ziel - und stelle dort angekommen fest,
dass das nicht sein kann. Solche Riesenirrtum hat immer mehrere Ursachen, Hauptgrund war, dass meine Kiste in Avranches meldete:
Kühlflüssigkeit überhitzt - die Mittagshitze, das langsame Fahren in den engen Gassen, das Parken in praller Sonne - es
wurde ihr zuviel und ich musste snun unverzüglich über Land fahren, um der Mschine kühlenden Luftzug zu verschaffen. Dazu kam,
dass ich einen neuen Planungsabschnitt hatte, und mein durch Hitze eingeschränkt funktionierendes Gehirn - wie auch immer: statt
220 fuhr ich rund 320 Kilometer, um nach Héricourt-en-Caux bei Rouen zu kommen und diese.
Kirche zu sehen, in der es
Reliquien von
Mellon von Rouen gab. Aber immerhin hatte ich in
dieser Zeit ja eine Klimaanlage.
Letzte Station für diesen Hitzetag: Vatteville-la-Rue bei Rouen mit dieser - geschlossenen -
Kirche, die aber nichts zu tun hat mit dem einst
in der Nähe lebenden Condedus.
Für die Nacht fahre ich zur Raststätte Bosguet - zuerst auf deren Südseite, wo es nur völlig der Sonne ausgesetzte
Parkplätze gibt, deshalb dann weiter auf die Nordseite,
wo der einzige mäßige Schattenspender ein Polen-Sprinter ist, an dem ich deshalb parke. Um 22 Uhr hat es noch immer 39°, es
ist schwer zu ertragen. Nachdem der Pole - tatsächlich ist es ein Rumäne - sich schlafen gelegt hat, aber noch weiterhin - wie
schon seit Stunden - seinen Motor für die Klimaanlage laufen lässt, wober wie bei FIATs üblich ständig der Lüfter laut aufheult,
entferne ich mich etwas von ihm; damit wird es etwas leiser, aber auch nach Sonnenuntergang ist es kaum merklich kühler.
Und auch obwohl es noch heißer ist als gestern: auf dem Programm steht wieder eine Stadt: Rouen. Hier weilte
Gallus,
Thomas Netter von Walden starb hier und
Waningus von Fécamp wurde in der Gegend geboren.
Auf dem ausgesuchten Parkplatz ist nichts frei, aber ich habe Riesenglück und finde einen Abstellplatz für die Kiste sogar noch
näher an der Kathedrale, in der diese Kapelle für
die Patronin Johanna von Orléans
gestaltet ist. In ihr bittet seit 2022 auch eine Tafel um Vergebung für durch Kleriker und gläubige Laien begangene
Missbrauchstaten.
Im Park an der Aldowin von Rouen geweihten
Kirche Saint-Ouen, in der es die
Gebeine von
Nicasius von Rouen,
Quirinus von Malmedy und
Remigius von Rouen gab, steht dieses Denkmal für Rollo,
den Wikinger, der aus Norwegen kam, die dann nach seiner Herkunft und der seiner Gefolgschaft
Normandie genannte Gegend unterwarf und
Rouen zu seiner Hauptstadt machte. Außerdem bietet
der Park mir die Gelegenheit für eine Pause im Schatten - es hat dennoch 41° und ist zudem schwül!
Unweit ist dann die damalige erste Unterkunft der von
Nikolaus Barré gegründeten Sœurs de l'Enfant Jésus
und etwas weiter dieses ehemalige Kloster der
Paulaner - heute ein Kloster der
der Benediktinerinnen de l'Adoration perpétuelle du
Très-Saint-Sacrement und auch Gedenkstätte für Nikolaus Barré. Als ich in die geöffnete Kirche eintrete, kommt mir eine
Nonne entgegen, sie schließe jetzt; mir bleibt leider nicht ausreichend Zeit für Fotos.
Ich schlurfe weiter durch die Hitze, aber immerhin sind die Altstadtgassen schattig. Es ist ein ganzes Stück zum
Turm Jeanne d'Arc, in dem
Johanna von Orléans während des Prozesses
gegen sie gefangen war. Er ist der letzte Rest des Schlosses in Rouen, in dem
Wilhelm I. „der Eroberer” starb. Ein gutes Stück
weiter, aber jetzt immerhin bergab: diese moderne Kirche
Sainte-Jeanne-d'Arc, errichtet an ihrer Todesstätte und neben den Resten der nach der Französischen Revolution abgerissenen
Kirche Saint-Sauveur. Johannas Kirche ist zwar wegen ihrer Mittagspause zu, aber sie spendiert wieder Schatten für eine
Erholungspause.
Gegenüber von diesem ebenso riesigen wie prächtigen Justizpalast stand die
Kirche St-Lô mit angeblichen
Reliquien von
Laudus von Coutances. Und inzwischen schwitzt auch
mein Fotoapparat …
In der Kapelle Saint Pierre des damaligen Herzogspalstes - an der Stelle dieser seit 1944 in Ruinen liegenden
Kirche Saint-Pierre-du-Châtel - wurden
Aldowin von Rouen und
Melantius von Rouen bestattet. Damit ist mein Rundgang
zuende, ich bin fast wieder an der Kiste angelangt, sie zeigt 42° Außentemperatur - innen will ich gar nicht wissen.
Schon am Morgen hatte ich mich entschieden, nicht wie geplant weitere Ziele anzusteuern, sondern schon jetzt auf einen
Campingplatz zu gehen. Zwar haben die Autobahnraststätten in Frankreich kostenfreie und in der Regel saubere Duschen, aber eben
keinen Schatten. So steuere ich den Campingplatz in
nahen Roumare an, werde freundlich empfangen - Ihr Franösisch ist sehr gut, das sagt die Besitzerin wohl zu jedem, der
mehr als ein bonjour über die Lippen bringt - und bekomme einen rund um die Uhr schattigen Platz. Am Samstag, so lese
ich, wurde zuhause in Stuttgart der Temperaturrekord
von 39,2° gemessen - lächerlich, hier haben wir deutlich mehr. Aber schon am Abend des Samstags wird es dann milder und am
Dienstag heize ich nach dem Aufstehen bei 13° und Regen - also inwischen ideal zum Arbeiten.
Nachdem sich am Nachmittag des Freitags das Wetter endlich deutlich gebessert hat, geht es am sich sonnig erweisenden Samstag
weiter, zuerst ins Dorf Torcy le Grand bei Dieppe, wo Ribert
taufte und ihm diese Pfarrkirche geweiht ist.
In der Hafenstadt Dieppe wird die Parkplatzsuche schwierig, in der Altstadt ist Markt auf Plätzen und in den Gassse. In der
Stadt wurde Antonius Daniel, ein Gefährte von Jean
de Brébeuf, geboren, Waningus von Fécamp
war Statthalter der Gegend. In der Kirche Saint-Jacques
- Jakobus der Jüngere und
Philippus der Apostel sind Stadtpatrone - fällt
diese Steinmetzarbeit auf, oben abgeschlossen vom Fries der Wilden, der die verschiedenen Völker darstellt, die von
den Seefahrern Dieppes entdeckt wurden.
Es ist nicht Markt, sondern Jahrmarkt, der den großen Platz an der
Kirche des ehemaligen Kloster in Fécamp bei Le Havre
unbenutzbar macht. Aldowin von Rouen war an der Klostergründung beteiligt,
Childomarca war die erste Äbtissin,
Leodegar von Autun wurde hierher verbannt,
Maurilius von Rouen war Mönch,
Waningus von Fécamp hatte das Kloster gegründet,
Wilhelm von Dijon war Abt. In der Kirche, wo allein
das Kirchenschiff 127 Meter lang ist, beeindruckt dieser Volksaltar …
… und diese Uhr von 1667, die nicht nur die Zeit, sondern auch die Gezeiten anzeigt; auch Fécamp ist schließlich Hafenstadt.
In Gonneville-la-Mallet bei Le Havre wurde Bernard Lemaire, ein Gefährte von
Gerhard-Martin Cendrier,
geboren und in dieser Pfarrkirche getauft; in ihr
wird auch die Erinnerung an ihn gepflegt.
In Montivilliers bei Le Havre gründete Philibert von Jumièges einst
das Kloster an dieser Kirche Saint-Saveur, die
Infoblätter ausliegen hat - was selten ist - und sogar solche in Deutsch. Dann komme ich nach Fontaine-la-Mallet bei Le Havre
mit einer - verschlossenen - modernen
Kirche; hier lebte
Condedus als Einsiedler.
Hoch über dem Hafen liegt das ehemalige Kloster
Graville, in dem das Grab von Honorina war. Das
heißt wieder einmal Bergsteigen zur leider schon verschlossenen Kirche, wird aber mit dieser Aussicht belohnt.
Kaum zu glauben: es gibt eine vierte sehr, sehr ruhige Nacht an der
Raststätte Bolleville.
Der Sonntag geht mit Honorina weiter: nach
mancher Legende starb sie in Juliobona, dem heutigen Lillebonne bei Le Havre, wo das
Amphitheater erhalten ist. Und er gehr weiter mit
bestem Wetter - seit gestern endlich: Pullover (tagsüber) adé! Dann geht es Richtung Süden über diese große Seine-Brücke der
Nationalstarße, dem Pont de Tancarville - noch
nicht ahnend, dass ich ein paar Stunden später auch die Autobahnbrücke über die Seine-Mündung, den
Pont de Normandie gleich zwei Mal befahren
werde, weil ich davor im Kreisverkehr eine Abzweigung zu früh genommen habe - aber diese kostet pro Richtung 6,10 Euro Gebühr.
Im kleinen Dorf Saint-Samson-de-la-Roque - hoch über dem Seine-Tal, das hier oft von Felsen begrenzt ist, daher der Name -
ist diese Samson von Dol geweihte
Kirche leider geschlossen. Einige Kilometer weiter
unten im Tal war das Kloster Pental, in dem
Germar von Flay Abt war,
Samson von Dol gilt als dessen Gründer. Zu sehen sind nur
noch wenige Steine auf einer Wiese.
Dann geht es nach Honfleur. Die kleine Stadt war früher der wichtige Hafen an der Seine-Mündung. Weil er immer wieder zu versanden
drohte, wurde 1517 gegenüber im Norden Le Havre
gegründet und Honfleur verlor an Bedeutung - was dazu führte, dass die Altstadt noch wie im Mittelalter erhalten ist -
einschließlich der Holzkirche Sainte-Catherine.
Deren Eingang gegenüber steht dieser ebenfalls aus Holz gebaute Kirchturm.
Heute ist die historische Substanz ein Segen für den Ort, der sehr viele Ausflügler und Touristen - zumal am heutigen sonnigen
Sonntag - anzieht. Mit Glück finde ich auf dem großen gebührenpflichtigen Parkplatz am Stadtrand einen letzen Stellplatz
für die Kiste. Dionysius a Navitate
Domini wurde hier geboren.
In der Holzkirche erlebe ich die - wiederum sehr
gut besuchte - Messe.
Viele sind von der Stadt und der Kirche begeistert …
… auch ich, nicht nur von den filigranen Türen der Kirche.
Dann geht es zu einem weiteren Highlight: nach Lisieux, der Stadt, in der
Theresia von Lisieux lebte. Zuerst zu diesem -
merkwürdig hinter der Wand gelegenen - Kloster der
Unbeschuhten Karmelitinnen, in das Theresia eintrat.
Mächtig prächtig: die ab 1929 bis 1954 zu Ehren von
Theresia erbaute
Basilika in Lisieux. Auch recht groß, aber
viel bescheidener ausgestattet ist die Kathedrale
der Stadt. Bertewin war hier Diakon oder Priester,
Hugo von Rouen wohl Bischof,
Ludwig Martin machte der Kathedrale große Schenkungen,
Theresia von Lisieux legte hier ihrer erste Beichte ab und empfing die Erstkommunion,
Thomas Hélye war Wanderprediger in der Diözese.
Während in der Stadt an diesem Sonntag um die Mittagszeit fast nichts los war - das Volk, das drei Stunden zu Mittag isst -
für solche Dreistigkeiten hat Deutschalnd jetzt bei der Wahl zum UN-Sicherheitsrat die Quittung bekommen - geht es nun in noch
größere Einsamkeit, tief in die Provinz zum ehemaligen
Kloster Val-Richer nahe Saint-Ouen-le-Pin bei Lisieux,
wo Nivard von Clairvaux Prior war. Das
ist heute ein Bauernhof, Zutritt strengstens verboten. Als ich an einem Feldweg halte, um von Ferne dieses Foto zu machen -
auf dem man aber nichts vom Kloster sieht - kommt der Besitzer samt Frau und Kind angefahren: auch das sei Privatbesitz! Es gibt
auch die unfreundlichen Franzosen - wahrscheinlich die, die sich fürs Mittagessen keine Zeit nehmen.
Dann komme ich in die nächste Stadt: Caen mit
diesem Rathaus in dem 1063 von Wilhelm I. „dem
Eroberer” gegründeten früheren Männerkloster mit der
Kirche Saint-Étienne - laut meinem Reiseführer
(sehr gut, umfassend und kenntnisreich: Ralf Nestmeyer: Normandie, 6. Aufl. Michael Müller Verlag, Erlangen 2024) der
schönste Sakralbau der Normandie. In der Stadt wurde Petrus
Saint-James, ein Gefährte von Andreas
Abel Alricy, geboren.
Ich sehe zuerst diese Ruine der Kirche
Saint-Étienne-le-Vieux, die 1944 weitgehend zerstört
wurde durch eine Granate der Alliierten, die eigentlich einer nahen deutschen Panzerkolonne galt. Ganz nahe war das ebenfalls
1944 zerstörte ehemalige Kolleg der
Jesuiten, an dem
Johannes Eudes studierte. Dann geht es zum
Haus Alte Mission, in dem Johannes Eudes
seine Weltpriesterkongregation von Jesus und
Maria gründete und an deren Priesterseminar dann
Pierre-François Jamet studierte.
In dieser - auch am Abend noch offenen - Kirche in
Saint-Contest bei Caen wird eine Reliquie von
Contextus von Bayeux verehrt.
Nach viermaligem Glück wird es diesmal eine recht geräuschintensive Nacht an der
Raststätte Gibreville.
Am Montag geht es noch einmal nach Caen, wo ich ohnehin vorbeikomme, nämlich zu dieser gestern verpassten
Burg, die
Wilhelm „der Eroberer” gegründet hatte.
In der Pfarrkirche an der Stelle des früheren
Klosters in Evrecy bei Caen, wo Patricius von
Bayeux angeblich und Alnobert von Seez,
den ich hier neu entdecke, tatsächlich Abt war, versammeln sich viele Leute zu einer demnächst beginnenden Trauerfeier. Ich
kann gerade noch in der Kirche fotografieren. Vor der Kirche sehe ich diesen Sarkophag eines 1842 verstorbenen Pfarrers des
Ortes. An meine Kinder: mindestens so einen Sarg möchte ich dereinst auch
.
Bei der Weiterfahrt: zufälliger Halt an diesem
Soldatenfriedhof für Gefallene einer britischen
Infanteriedivision. Weiter im Westen waren es die Friedhöfe aus dem 1. Weltkrieg, hier sind es nun jene aus dem zweiten; nach
der Landung der Alliierten in der Normandie im Juni 1944 war die
Gegend wochenlang Schlachtfeld. Der Ort, den ich eigentlich ansteuere, Tilly-sur-Seulles bei Bayeux, wurde unglaubliche 23 Mal
erobert und zurückerobert, zwei Drittel der Häuser waren völlig zerstört. Am Rand des angesteuerten Ortes wurde - im
19. Jahrhundert nach Marienerscheinungen
eine kleine Kapelle errichtet.
In Cérisy - heute Cerisy-la-Forêt - stehen die Reste des ehemaligen
Klosters Saint-Vigo, in dem
Gaufrid von Savigny und
Serlo von Savigny Mönche waren und das angeblich
Vigor von Bayeux gegründet hatte. Davor: diese
Pferdemütter mit ihren Fohlen. Die Normandie ist die am stärksten
landwirtschaftlich geprägte Region Frankreichs, v.a. mit Milchviehwirtschaft und Apfelanbau - daraus wird dann oft Cidre -,
aber eben auch Pferdezucht - auch zur Fleischproduktion. Pferdefleisch ist lecker!
Noch tiefer in der Provinz liegt das kleine Dörfchen Blay bei Bayeux mit dieser
Pfarrkirche, an deren Stelle einst
Contextus von Bayeux gelebt habe. Aber auch
im kleinsten Dorf: der öffentliche Bücherschrank! Im ebenso abgelegenen Dorf
Louvières bei Bayeux wurde Karl-Viktor Véret, ein
Gefährte von Andreas Abel Alricy,
geboren. In Deux-Jumeaux bei Bayeux blieb vom ehemaligen Kloster die rustikale heutige
Pfarrkirche;
Ebrulf von Saint-Évroult war hier Mönch,
Manveus von Bayeux Einsiedler und
Martin von Vertou hatte das Kloster
gegründet.
In dieser Pfarrkirche in Carentan bei Saint-Lô,
wo Leo von Rouen geboren wurde, wird er umfangreich
dargestellt. Honoré de Balzac war übrigens auch schon hier.
Auch - sehr ! - umfangreich: der Besucherstrom zur
Pfarrkirche in Sainte-Mère-Église bei Cherbourg, wo
Jakob-Leonor Rabé geboren wurde - auch er war ein Gefährte von
Andreas Abel Alricy. Die kommen aber
nicht seinetwegen, sondern. wegen dieses Fallschirmspringers am Kirchturm. Heute eine Attrappe, aber es gab ihn wirklich: als am
6. Juni 1944 die Invasion der Alliierten in der Normandie begann,
sprangen in der Nacht zuvor US-amerikanische Fallschirmspringer ab, darunter John Steele, der aber am Turm der Kirche hängen
blieb. Er stellte sich tot, wurde nach zwei Stunden von den Deutschen aus der misslichen Lage befreit und dann gefangen
genommen, konnte aber bald schon fliehen und wurde in England im Krankenhaus behandelt. Heute, neun Tage nach dem Jahrestag des
D-Day, sind v.a. viele Engländer hier, ganze Busladungen. In der Kirche nutzt man die Gelegenheit für aufdringlich Werbung um
Spenden, gegenüber hat man richtig investiert und ein Fallschirmmuseum mit zwei Gebäuden in Form eines geöffneten
Fallschirmes errichtet.
In Nantum / Nanteuil - dem heutigen Saint-Marcouf-de-l'Isle gründete
Markulf von Nanteuil einst ein Kloster an der
Stelle dieser heutigen Pfarrkirche.
In Valognes bei Cherbourg mit dieser nach ihrer Zerstörung im 2. Weltkrieg wieder aufgebauten
Pfarrkirche - über Geschmack …
- predigte einst
Johannes Eudes. Johannes-Petrus Le Laisant und
Julian Le Laisant, Gefährten von
Andreas Abel Alricy, wurden hier
geboren. Im ehemaligen Kloster der
Benediktinerinnen - heute Teil des Krankenhauses - wurde
Maria Magdalena Postel erzogen. Ich sehe
dann noch die direkt am Meer stehende Pfarrkirche in
Morsalines, einem Ortsteil von Quettehou bei Cherbourg, wo
Petrus Morselinus geboren wurde und finde
nach Suchen auch das Geburtshaus von
Placida Viël im Weiler Le Valvacher - auch ein
Ortsteil von Quettehou.
Sie ist zwar etwas entfernt, aber die einzige Raststätte im Nordzipfel der
Normandie, aber ich gönne mir das nach einem langen Tag und
übernachte an der Raststätte Cantepie - einigermaßen
ruhig.
Dann geht es nach Cherbourg, die geschäftige Hafenstadt an der Nordspitze der
Normandie. Petrus-Robert Regnet - wieder ein Gefährte von
Andreas Abel Alricy - wurde
hier geboren. Ich sehe zuerst am Stadtrand diese Ruinen des ehemaligen
Klosters Notre-Dame du Vœu, in dem
Thomas Hélye ausgebildet wurde. Hoch über der Stadt
war das US-amerikanische Kriegsgefangenenlager La
Glacerie, in dem Franz Stock einsaß; den dort in
dem heutigen Gewerbegebiet nach ihm benannten Weg finde ich aber nicht..
In der Altstadt, von der wenig übrig blieb, weil Cherbourg im 2. Weltkrieg schwerst gelitten hat, komme ich noch zu diesem
ersten Haus der von
Maria Magdalena Postel gegründeten
Pauvres Filles de la Miséricorde.
Steil hinauf geht es vom kleinen Ort Vauville bei Cherbourg - nun an der Westküste - zu diesem ehemaligen
Priorat der
Benediktiner, in dem
Thomas Hélye ausgebildet wurde. Unten im Ort sehe ich
dann das Schloss, in dem er zuletzt lebte und starb.
Im nahen Biville sehe ich die Kirche, in der
Thomas' Grab ist, aber die ist wegen Baufälligkeit von den Behörden geschlossen worden.
Thomas Hélye setzte seine Ausbildung fort am
damaligen Priorat der Benediktiner - an der Stelle dieser
heutigen Kirche - im nahen Héauville bei Cherbourg.
Letzte Station: die Kirche in Les Pieux bei Cherbourg,
denn hier wurde Ägidius-Ludwig-Symphorianus Lanchon geboren - wieder ein Gefährte von
Andreas Abel Alricy; und die offene
Kirche hat sogar eine Statue von ihm.
Dann geht es zum Campingplatz in Surtainville bei Cherbourg. Der
liegt direkt am Meer, ist auch kommunal und preiswert, sehr groß, rundum in Ordnung und dazu mit hervorragender WLAN-Verbindung.
Dass er ohne Bäume und also schattenlos ist - eigentlich für mich ein No-go -, ist hier nicht das Problem, denn der Atlantik
schickt zuverlässig Wolken und Wind; die Nachrichten von der Hitzewelle lese ich deshalb ganz entspannt. Spannend allerdings: die
vielen mehrsprachigen Schilder mit Hinweisen, was zu tun ist bei einem Atomunfall; das nächste AKW ist nur 5 km entfernt
und sein ältester Block 45 Jahre alt. Und was hat man zu tun? Das Wohnmobil verlassen und sich in die Dorfkirche begeben, die hat
dickere Mauern. Es ist ein schlechter Witz - und rein statistisch ist der nächste GAU nach Three Mile Island 1979, Tschernobyl
2000 und Fukushima 2011 überfällig.
Ich blieb dann noch einen Tag länger als ursprünglich gedacht auf dem schönen
Campingplatz Bloemstraete - der Nordwesten von
Frankreich ist Französisch-Flandern und hier wird auch Flämisch gesprochen. Am Dienstag trotze ich Husten und Schnupfen,
die mich befallen haben, und auch der Kühle und dem Regen, und fahre ins nahe Saint-Omer, zuerste zu dieser
mächtig-prächtigen Kirche des ehemaligen
Kollegs der
Jesuiten. Die Gründung der englischen Abteilung zur Ausbildung von
Priestern für die Gegenreformation in England beförderte
Henry Walpole.
Philipp Evans,
Ralph Corby (Corbington),
Thomas Bullaker,
Thomas Garnet,
Thomas Holland,
Thomas Thwing und
Wilhelm Ireland wurden dann dort ausgebildet.
Noch beginnt am Freitag der Morgen kühl und ich heize, bevor ich aufbreche vom
Campingplatz in Plouvain und - auf der Autobahn mit
richtig viel Verkehr - wieder in den Norden fahre zu dieser
Kirche Saint-Vaast in Wambrechies bei Lille, an der
Alois Tezza wirkte. An der Stelle des
Brunnens in Verlinghem bei Lille starb
Chrysolius „der Armenier”.
Der Abschied vom ordentlichen Campingplatz in
Triel-sur-Seine und von Paris fällt mir schwer, aber nun geht es einen großen Sprung nach Norden, zunächst nach
Lesquielles-Sainte-Germain bei Vervins; in der Germana geweihte
Kirche Sainte-Germain gab es die
Reliquien von
Proba und Germana, aber die Kirche wurde entweiht,
dann als Kegelbahn genutzt. Nun sieht es innen so aus, denn aus der Kirche soll eine Markthalle werden. Ein Planungsfehler führt
mich dann nach Mézières-sur-Oise bei Saint-Quentin -
aber als ich die Kirche sehe erkenne ich: da war ich ja schon.
Nachdem sich das Wetter gebessert hat, jedenfalls der Regen aufgehört hat, fahre ich am Donnerstag wieder mit dem Zug in die
Stadt und setzte zunächst den Rundgang im Zentrum fort. Zuerst komme ich zu dieser
Kirche Saint-Leu-Saint-Gilles mit
Reliquien von
Helena; die Kirche ist aber erst nachmittags geöffnet.
Den Sonntag nutze ich wieder, um Ziele mit der Kiste zu erreichen, zuerst diese 1933 bis 1937 gebaute
Kirche Saint-Jean-Bosco mit ihrem zahnstocherartigen
Turm. Heinrich Planchat hatte hier zuvor
eine Turnhalle und Werkstätten für die Ausbildung von fast 500 Jungen und Lehrlingen gegründet. Das Frühsommer-Wetter der vergangenen
Tage ist leider vorbei, nun herrscht trotz Mai Arilwetter mit Regenschauern.
Zum Abschied vom Campingplatz in Sézanne fotografiere
ich gegenüber von diesem beispielhaft diesen Acker: riesige Felder - hier imerhin noch von einer Hecke begrnzt, sonst meist
in völlig ausgeräumter Landschaft - und derzeit oft mit Lupinen bepflanzt: gelb beherrscht das Land. Lupinen pruduzieren
sojaähnliches Viehfutter und fixieren Stickstoff im Boden, dienen also zur Gründüngung.
In Sézanne sehe ich dann noch das Geburtshaus von
Franziska Salesia Aviat.
In dieser unscheinbaren - wie meist - geschlossenen Kirche
in Verzenay bei Reims steht der Grabstein von Basolus,
dieser lebte im nahen Verzy als Einsiedler an der Stelle einer heutigen
Kapelle.
Da ich erst spät zuhause losgekommen bin und dann in einige Staus, kam ich am Samstag nur bis zur
Raststätte Keskastel bei Metz. Enttäuschend auch: die
Hoffnung, dass in Frankreich die Dieselpreise deutlich niederiger seien, hat sich nicht erfüllt. Mein erstes Ziel dann am Sonntag:
Diese Kirche in Biding bei Forbach, wo es eine
Marienerscheinung gab.
Nur drei Tage brauchte ich zur Arbeit auf dem
Campingplatz in Easterlittens. Das erste Ziel am
Dienstag war nun die Kirche in Witmarsum bei
Leeuwarden, an der Menno Simons Priester war.
Auf dem Gut Liauckama in Sexbierum, einem Ortsteil
von Waadhoeke, wurde Elko von Lidlom geboren
und im nahen damaligen Kloster Lidlom - heute ein
Bauernhof in Klooster-Lidlum - war er Abt.
Nun geht es also doch Richtung Küste, zuerst nach Middelburg an die - unglaublich: geöffenete ! -
Nieuwe Kerk, der Kirche der
ehemaligen Prämonstratenserabtei, in die damals
Adrian Jansen,
Jakob Lacoupe eintraten.